Der Arzt Flavio Facchini hält in der Klinik Al Meyer einen nach einem 3D-Modell geschaffenen Ohrmuschel-Ersatz aus Knorpel in der Hand. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Klinik Al Meyer | -)

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Frau kriegt Ohr aus dem 3D-Drucker

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Das neue medizinische Verfahren ist ein Hoffnungsschimmer für Menschen, die an einer Fehlbildung am Ohr leiden.

Mikrotie nennt sich die Fehlbildung, bei der Betroffene mit einem oder auch zwei unvollständigen Ohren auf die Welt kommen. Die Muschel ist zu klein oder unförmig - das schränkt das Hörvermögen ein. Eine 20-Jährige aus Mexiko hatte deshalb einen einmaligen medizinischen Eingriff. In einer texanischen Klinik wurde ihr ein neues Ohr transplantiert, das aus dem 3D-Drucker stammt und aus ihren eigenen Zellen erzeugt wurde. Das Ohr verheile gut und wachse weiter, teilte die Klinik mit.

Eine "große Sache"

Für die Transplantationsmedizin ist es ein riesiger Fortschritt. Das Verfahren könne vielen Menschen mit Mikrotie helfen. Ein Experte, der selber mit 3D-Druck-Verfahren arbeitet, sagte der "New York Times", dass der Eingriff eine "große Sache" sei. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis solche Technologien öfter angewendet werden. Dennoch betont er, dass ein äußeres Organ leichter per 3D-Druck herstellbar sei, als Organe wie Leber, Niere, Herz oder Lunge.

Eine besondere Transplantation ist leider schiefgegangen: Der erste Patient mit einem Schweineherz ist nach wenigen Monaten gestorben. Hier erfährst du mehr dazu:

Medizin Patient mit Schweineherz gestorben

Im Januar haben wir darüber berichtet: Zum ersten Mal wurde ein Schweineherz in einen Menschen gepflanzt.  mehr...

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