Der russische Oligarch Roman Abramowitsch. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/KEYSTONE | Anthony Anex)

Russland-Ukraine-Krieg

Abramowitsch: Wurde er bei Friedensverhandlungen vergiftet?

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Der russische Multimilliardär könnte das Ziel eines Giftanschlag geworden sein. Daran gibt es aber auch Zweifel.

Nach Medienberichten vermittelt Roman Abramowitsch, Besitzer des FC Chelsea und einer der reichsten Männer der Welt, anscheinend zwischen Russland und der Ukraine. Er hat gute Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und soll auch der ukrainischen Regierung Unterstützung angeboten haben.

Anfang März sollen nach einem Treffen in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw bei Abramowitsch und zwei Ukrainern Symptome einer Vergiftung aufgetreten sein: gerötete Augen, schmerzhafter Tränenfluss und sich ablösende Haut an Gesicht und Händen. Das habe eine vertrauliche Quelle der Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die Symptome hätten sich dann aber wieder verringert.

Wer könnte dahinter stecken?

Die Quellen der US-amerikanischen Tageszeitung "Wall Street Journal" verdächtigen Russland - mit der Vergiftung würde man versuchen, die Friedensverhandlungen zu sabotieren. Aus Abramowitschs Umfeld soll es aber heißen, dass nicht klar ist, wer hinter dem Vorfall stehen könnte.

Zweifel an den Gerüchten

Das britische Recherchenetzwerk "Bellingcat" hat bestätigt, dass die drei mutmaßlichen Opfer Symptome hatten - wie bei einer Vergiftung mit Chemiewaffen. Allerdings sagte ein Vertreter der US-Regierung, dass es sich nach Geheimdienstinformationen sehr wahrscheinlich um Umwelteinflüsse und keine Vergiftung gehandelt habe.