Demonstranten protestieren gegen die in einigen US-Bundesstaaten eingeführten Abtreibungsgesetze.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/ZUMA Wire | Nancy Kaszerman)

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Anleitung für DIY-Abtreibungspille? So protestieren Leute in den USA

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In den USA könnte es schwerer werden, abzutreiben. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil. Dagegen gibt es heftigen Protest.

In der US-Großstadt New York haben tausende Menschen dagegen demonstriert, dass Abtreibungen bald eingeschränkt werden könnten. Aktuell beschäftigt sich das höchste Gericht in den USA mit einem grundsätzlichen Urteil zum Thema Abtreibung. Das Urteil könnte gekippt werden. Das berichtet das Magazin "Politico".

Bio-Hacker wollen helfen

Die Gruppe "Four Thieves Vinegar Collective" protestiert anders: Sie hat eine Anleitung für eine Abtreibungspille veröffentlicht, die man selbst herstellen kann, schreibt das Magazin "Vice". Schon zuvor habe das Kollektiv das in einem Video gezeigt - als der US-Bundesstaat Texas Abtreibungen fast komplett verboten hatte. Außerdem hat die Gruppe auch schon Anleitungen für andere Medikamente zum Selbermachen veröffentlicht.

Achtung - nicht nachmachen

Medizinische Fachleute raten dringend allerdings davon ab: Patienten könnten dadurch verletzt werden. Auch der Gründer des Kollektivs sagt selbst, dass Schwangere im Notfall die Hilfe von Gesundheitsorganisationen annehmen sollten. Als Argument für legale Abtreibungen wird oft genannt, dass die Eingriffe damit sicherer für die ungewollt Schwangeren sind. Die Generalstaatsanwältin des Staates New York sagte am Abend bei den Demonstrationen: "Wir werden nicht in die Zeit zurückgehen, in der wir Kleiderbügel benutzten". Sie bezieht sich dabei auf improvisierte, lebensgefährliche Abtreibungsmethoden.

In Deutschland können sich Schwangere über eine Abtreibung beraten lassen - zum Beispiel von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt.

In diesem Video von den Kolleginnen und Kollegen von Quarks erfährst du mehr zum Thema:

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