Aktivisten werfen Adidas vor die Arbeitenden bei den Zulieferern schlecht oder gar nicht zu bezahlen.  (Foto: DASDING, IMAGO / Panthermedia)

Mode

Protest gegen Adidas: Blutige Kleidung auf der Fashion Week

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Die Veranstaltung war als Adidas-Show auf der Fashion Week in Berlin angekündigt. Was es wirklich war: Ein Protest!

Verletzte und blutige Models stolperten in zerrissener Kleidung mit Adidas-Logo am Montagabend über den Laufsteg. Die Kleidungsstücke sollen monatelang von kambodschanischen Arbeitern getragen worden sein, die Produkte für Adidas herstellen. Zuvor stand ein Mann in Adidas-Dress auf der Bühne und verkündete, dass Arbeitsrechte mehr Priorität bekommen sollen. Außerdem werde eine ehemalige Textil-Mitarbeiterin aus Kambodscha zur Co-Chefin von Adidas ernannt. Der Plottwist: ALLES FAKE!

Wer steckt dahinter?

Die Aktion soll auf die Arbeitsbedingungen beim Sportartikelhersteller aufmerksam machen. Dahinter stecken Organisationen, die sich für einen fairen Umgang mit Arbeitenden in der Bekleidungsindustrie einsetzen - das New Yorker Aktionsbündnis "The Yes Men" und die "Kampagne für Saubere Kleidung".

Wie reagiert Adidas?

Sie werfen Adidas vor, dass das Unternehmen Arbeitern in der Corona-Pandemie keinen Lohn gegeben haben soll oder bei einer Entlassung keine Abfindung. Adidas weist die Vorwürfe zurück - Löhne seien bezahlt worden. Außerdem liege das Einkommen der Arbeiter in den Zulieferbetrieben meist erheblich über dem jeweiligen gesetzlichen Mindestlohn. Das sagte ein Adidas-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Nein, @adidas wird keine ehemalige Arbeiterin und Gewerkschaftsführerin als Co-CEO haben, die sich um Gerechtikgeit in den Lieferketten kümmert... das war alles nur ein Trick von @theyesmen und uns 👇https://t.co/w18UCMuCeC

Für Adidas läuft es gerade nicht so gut:

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