Ein Mann geht vorbei an dem Schriftzug für die UN-Weltklimakonferenz COP27. In Ägypten beraten knapp 200 Staaten zwei Wochen lang darüber, was gegen die Erderhitzung zusätzlich getan werden kann. Die Klimakonferenz COP27 findet vom 6. November bis 18. November 2022 in Scharm El-Scheich, Ägypten statt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/XinHua | Sui Xiankai)

Demokratie

Menschenrechte: So schlecht geht es Protestierenden in Ägypten

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Zilan Hatun
Autorenprofil Zilan Hatun (Foto: SWR, privat Zilan Hatun)

Die Weltklimakonferenz startet: Human Rights Watch kritisiert die Sicherheitsmaßnahmen der ägyptischen Regierung.

Die Organisation Human Rights Watch hat gesehen, dass es in Ägypten nicht besser geworden ist beim Thema Menschenrechte. Und das, obwohl das Land mehrfach dafür kritisiert wurde. Die Weltklimakonferenz findet dieses Jahr im Badeort Scharm el Scheich statt.

Die Lage vor Ort soll so aussehen:

  • Dutzende Menschen, die zu Protesten aufgerufen haben, wurden festgenommen
  • Sicherheitskreise sagen: Im ganzen Land wurden mehr als 300 Menschen verhaftet
  • Offiziell wurden die Verhaftungen nicht bestätigt
  • Es gibt strengere Kontrollen: Handys von Fußgängern werden von der Polizei durchsucht
  • In allen 800 Taxis der Stadt sollen Kameras installiert werden, um das "Verhalten der Fahrer" zu kontrollieren, nicht der Besucher, so der Gouverneur

Ägypten: Kaum Möglichkeiten zum Protest

In Ägypten sind Demonstrationen eigentlich verboten. Presse- und Meinungsfreiheit werden eingeschränkt. Proteste sind nur in bestimmten Zonen möglich zwischen 10 und 17 Uhr. Außerdem müssen sie 36 Stunden vorher angemeldet werden - in manchen Fällen sogar 48 Stunden vorher.

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