Cedric Bakambu jubelt nach seinem Anschlusstreffer. Schon 2023 machte er auf die Lage in der Demokratischen Republik Kongo aufmerksam. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sven Hoppe)

Afrika-Cup

Bakambu macht auf Massaker in Kongo aufmerksam

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Djamila Chastukhina
Djamila Chastukhina (Foto: SWR DASDING)
Niklas Behrend
Niklas Behrend  (Foto: SWR DASDING)

In der Demokratischen Republik Kongo herrscht seit Jahren ein Konflikt, der schlimme Folgen für die Menschen dort hat.

Heute Abend spielt die Demokratische Republik Kongo gegen Côte d'Ivoire im Halbfinale beim diesjährigen Afrika-Cup. Cédric Bakambu, der für die DRK spielt, nutzt seine Plattform auf Social Media, um vor dem Spiel auf den Konflikt in seinem Heimatland aufmerksam zu machen. Er wünscht sich, dass mehr Leute darüber reden.

Bakambu über Massaker in Kongo: "Alle schweigen"

Der 32-Jährige sagt, dass die Leute mit derselben Energie, mit der sie über den Afrika-Cup sprechen, auch über die Lage in der Demokratischen Republik Kongo sprechen sollten. Aktuell wird von vielen Menschen - vor allem auf Social Media - kritisiert, dass in den westlichen Medien wenig darüber berichtet wird. Und das, obwohl die Rohstoffe, um die in Ostkongo gekämpft wird, in vielen unserer Elektrogeräte stecken.

Auf X, früher Twitter, schreibt Bakambu:

Jeder sieht die Massaker im Ostkongo. Aber alle schweigen.

Mehr zur Situation in Kongo findest du hier:

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