Bei der viertägigen Konferenz "Accra Reparations Conference 2023" in Ghana einigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, einen "globalen Wiedergutmachungs-Fonds" ins Leben zu rufen. Europäische Länder, die vom transatlantischen Sklavenhandel profitiert haben, sollen dadurch finanziell zur Rechenschaft gezogen werden.
Good to know 💡: Einen Fonds kannst du dir als großen Topf vorstellen, in den verschiedene Beteiligte unterschiedlich viel einzahlen. Aus diesem Topf würden dann afrikanische Länder entschädigt werden.
Kein Geld der Welt kann den Schaden, der durch den Sklavenhandel angerichtet wurde, begleichen. Trotzdem muss die Welt damit konfrontiert werden.
Wiedergutmachung: Wie soll das gehen?
Die Konferenzteilnehmer einigten sich darauf, einen Aktionsplan zu erstellen. Ein afrikanisches Komitee aus Experten und Expertinnen im Ausland soll dafür sorgen, dass der Plan durchgeführt wird und der afrikanische Kontinent mit der Diaspora zusammenarbeitet. Zur afrikanischen Diaspora zählen alle, die ursprünglich aus Afrika kommen, aber nun woanders leben.
Wie genau die Entschädigung aussehen wird, ist aber noch nicht bekannt.
Was ist beim transatlantischen Sklavenhandel passiert?
Beim transatlantischen Sklavenhandel wurden über zwölf Millionen Menschen vom afrikanischen Kontinent nach Amerika und Europa verschleppt. Unter rassistischen, ausbeuterischen und demütigenden Bedingungen wurden diese Menschen versklavt. Beginn des Sklavenhandels war ungefähr im 15. Jahrhundert und er zog sich bis ins 19. Jahrhundert. Die Folgen davon sind heute noch bemerkbar.
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