Flutkatastrophe im Ahrtal. Eine junge Frau bei den Säuberungsarbeiten in Altenahr.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Bonnfilm)

Flutkatastrophe

Angst vor Wasser: So heftig leiden junge Menschen noch heute

STAND
AUTOR/IN
Judith Bühler
Judith Bühler (Foto: )

Eine Psychologin beobachtet: Mit dem Jahrestag der Flut im Ahrtal suchen vor allem jüngere Menschen Hilfe.

Die Psychologin Alexandra Held, die im Ahrtal traumatisierten Menschen unterstützt, stellt genau das fest: "Es kommen wieder mehr Menschen - jetzt wo es auf den Jahrestag zugeht und wegen der Unwetter und Regenfälle der letzten Wochen." Vor allem Jugendliche kämen. Viele hätten kein eigenes Zimmer mehr und dadurch keinen Rückzugsort. Bei manchen seien dadurch auch die Noten schlechter geworden.

Angst vor Wasser

Schlafstörungen, Zukunftsängste oder Angst vor Wasser - die Probleme der Patienten sind nach wie vor da. Die heftigsten Fälle beschreibt Alexandra Held so:

In seltenenen Fällen geht das sogar so weit, dass ich Patienten habe, die sagen: Es fällt mir total schwer zu duschen. Das kann ich nur mit bestimmten Ritualen, zum Beispiel mit sehr lauter Musik, damit ich das Geräusch vom Wasser nicht höre.

Es gebe auch Leute, die früher gerne im Sommer schwimmen gegangen sind. Auch Wasserbahn im Freizeitpark fahren, konnte eine Patientin nicht mehr.

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Der SWR ist der Südwestrundfunk. Er ist öffentlich-rechtlich und gehört mit anderen Sendern (wie zum Beispiel WDR und BR) zusammen zur ARD. Dort arbeiten Journalisten, die zu aktuellen Themen direkt mit Betroffenen sprechen und bei Behörden und Unternehmen kritisch nachfragen. Der SWR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und arbeitet unabhängig von Werbung und Politik.

STAND
AUTOR/IN
Judith Bühler
Judith Bühler (Foto: )