IMAGO  Hartenfelser (Foto: IMAGO, Demontranten gegen Antisemitismus und PRO Israel Symbolbild Kippa oder seltener Jarmulke religiöse Kopfbedeckung männlicher Juden)

Antisemitismus

Judenhass in Deutschland: Noch nie wurden so viele Fälle gemeldet!

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Judith Bühler
Judith Bühler (Foto: )

Hakenkreuz-Graffitis, Beleidigungen oder Gewalt gegen Jüdinnen und Juden - im vergangenen Jahr hat das zugenommen.

"So hohe Zahlen hat es noch nie gegeben" - für den Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung ist klar: Wir alle müssen handeln. Die Zahlen gingen auf die 3.000er-Marke zu. Das steht im Jahresbericht des RIAS. Das ist der "Bundesverband Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus". Er hat die Infos von verschiedenen Meldestellen, an die man sich wenden kann, wenn einem Judenfeindlichkeit in Deutschland begegnet.

Wie äußert sich Antisemitismus?

Als Beispiele nennt der Bericht Schüsse auf ein jüdisches Gemeindehaus oder einen Angriff auf einen jüdischen Teilnehmer einer Mahnwache. Er wurde demnach schwer verletzt.

Warum sind die Zahlen so hoch?

Der Antisemitismusbeauftragte hat dem SWR dafür mehrere Gründe genannt. Es gebe doppelt so viele Meldestellen wie im Vorjahr. Und: Betroffene vertrauten diesen Stellen auch und melden daher die Vorfälle. Trotzdem glaubt er, dass nicht einfach nur mehr Fälle gemeldet werden, sondern dass es auch tatsächlich mehr Judenhass insgesamt gibt. Dinge, die manche früher vielleicht nur gedacht hätten, würden sie jetzt offen sagen - selbst wenn das vom Gesetz her verboten ist.

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