Das Atomkraftwerk in Cattenom (Frankreich), aufgenommen am 01.04.2011. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Christophe Karaba)

Klima & Natur

Risse in französischen Atomkraftwerken - was bedeutet das?

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Louis Leßmann
Louis Leßmann (Foto: DASDING)

Die Risse werden als "nicht unerheblich" bezeichnet. Eines der Kraftwerke steht direkt an der deutschen Grenze.

Konkret geht es um die Atomkraftwerke Cattenom an der Mosel - nahe Rheinland-Pfalz - und Penly am Ärmelkanal. Am Donnerstagabend erklärte die französische Behörde für Atomsicherheit (ASN), dass Risse an zwei Reaktoren in diesen Kraftwerken gefunden wurden. Erst am Dienstag hatte die ASN gesagt, dass es einen ungewöhnlich langen und tiefen Riss in Penly gibt. Diese Risse seien Abnutzungserscheinungen.

Alte Atomkraftwerke: Frankreich kriegt Probleme mit Strom

Die Atomkraftwerke in Frankreich werden immer älter, weshalb das Land im letzten Jahr so wenig Strom produziert hat wie seit dreißig Jahren nicht mehr. Frankreich will auch in Zukunft auf Atomkraft setzen und prüft den Bau von 14 neuen Kraftwerken bis 2050. Parallel soll aber auch auf erneuerbare Energien gesetzt werden.

Risse im AKW: Besteht Gefahr für Deutschland?

Laut der ASN hätten die Probleme keine Auswirkungen auf das Personal oder die Umwelt gehabt. Dennoch: Der Kreis Trier-Saarburg hat keinen Bock auf das AKW Cattenom in der Nähe. Als es im letzten Oktober schon mal Berichte zu Rissen im Reaktor gab, hatten der Kreis und das Umweltministerium von RLP Frankreich aufgefordert, das Kraftwerk abzuschalten.

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