Ein Kater blickt direkt in die Kamera. Der blaue Hintergrund ist verschwommen.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Silas Stein)

Walldorf

Deshalb dürfen Katzen wieder aus dem Haus

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AUTOR/IN
Ramon Mebrahtu
Zu sehen ist der SWR-Journalist und Redakteur Ramon Mebrahtu (Foto: DASDING)

Nach drei Monaten dürfen Katzen wieder raus. Sie mussten zu Hause bleiben, weil sie zu einer großen Gefahr wurden.

Gefährdet waren die seltenen Haubenlerchen. Weil die Vögel vom Aussterben bedroht sind, hat der Rhein-Neckar-Kreis den Katzen in Walldorf einen Hausarrest verpasst. Das Ausgangsverbot endet jetzt zwei Wochen früher als geplant.

Wieso das denn?

Die jungen Vögel haben sich inzwischen so gut entwickelt, dass kein Risiko mehr für sie bestehe, teilte das Amt mit. In den kommenden Jahren soll es aber wieder von Anfang April bis Ende August eine Ausgangssperre geben. Der Grund: Im Land gebe es nur noch 60 Brutreviere für Haubenlerche. In Walldorf-Süd gab es letztes Jahr nur drei Brutpaare. Weil die Vögel nur am Boden brüten und nach Nahrung suchen, sind Katzen für sie besonders gefährlich.

Gibt es auch Kritik am Verbot?

Ja, die Ausgangssperre ging kurzfristig Mitte Mai los und wurde unter anderem von Tierschützern kritisiert, weil Katzen es gewohnt sind frei rumzulaufen. Generell gilt: Solange Katzen an der kurzen Leine sind oder sich nicht in der Nähe der Haubenlerchen aufhalten, dürfen sie raus.

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