Berlin: Auswärtiges Amt ist am Eingang der Behörde zu lesen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Kay Nietfeld/dpa | Kay Nietfeld)

Israel-Hamas-Krieg

Zur Lage in Rafah: Dieser Post vom Auswärtigen Amt sorgt für Kritik

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AUTOR/IN
Louis Leßmann
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Aslı Kaymaz
Asli Kaymaz (Foto: SWR DASDING)

Das Auswärtige Amt hat sich auf X zum Israel-Hamas-Krieg geäußert. Die Wortwahl wird auf Social Media kritisiert.

Um diesen Post geht es:

Hamas nutzt das Dilemma menschenverachtend aus. Hunderttausende haben in #Rafah Schutz gesucht & können sich nicht in Luft auflösen. Die israelische Armee muss die Menschen in Gaza besser schützen.

Wichtig: Der Post ist Bestandteil eines Threads, es gehören also inhaltlich noch weitere Beiträge dazu. Den vollständigen Thread findest du hier:

Die Menschen in Israel müssen genauso sicher sein, wie die Menschen in den Palästinensischen Gebieten. Deshalb bleibt die #Zweistaatenlösung Ziel all unserer Bemühungen. Im Rahmen des Friedensprozesses gehört dazu die Anerkennung eines palästinensischen Staates. 1/4 pic.twitter.com/Kys0Ysnmq0


Das kritisieren die User am Post des Auswärtigen Amts

Ich finde diesen Tweet menschenverachtend. #IsraelPalestineWar https://t.co/JYmnfA7gAT

Hunderttausende haben in #Rafah NICHT Schutz gesucht. Sie wurden dorthin vertrieben und jetzt schlatet man sie dort ab wie Lämmer. "Besser schützen" ist bestimmt ein Versprecher. Schon gesehen wie Scharfschützer auf Menschen zielen die versuchen verwundete Kinder zu retten?

Erklären Sie bitte wie die Hamas Millionen nach Rafah getrieben hat und wie die Hamas es geschafft hat mit israelischen Bomben dieses Gebiet zu attackieren

Das ist User-Kritik zusammengefasst:

Der Thread auf X gäbe zudem den Anschein, dass die israelische Bevölkerung ähnlichen Angriffen ausgesetzt wäre und genauso unsicher wäre, wie die palästinensische Bevölkerung. Auch das kritisieren einige User:

Niemand in Palästina ist sicher. Ihr meint die Menschen in Palästina sollten so sicher sein, wie die in Israel. So wie ihr es formuliert habt, bedeutet es beiden Seiten würden in Unsicherheit leben.

Auf eine Anfrage von NEWSZONE kam dieses Statement vom Auswärtigen Amt:

Der Thread auf der Plattform X ist eine Zusammenfassung einer Pressekonferenz von Außenministerin Baerbock zusammen mit ihrem palästinensischen Amtskollegen am 13.02.2024 in Berlin. Dieser beinhaltet die bei dieser Plattform üblichen Verkürzungen. 

Unsere Haltung ist klar: Die Hamas nutzt die Menschen in Gaza als menschliche Schutzschilde. Es ist Teil des Drehbuchs der Terrororganisation, das Leid der Zivilbevölkerung für ihre Zwecke zu missbrauchen. Zugleich muss Israel seine Operationsführung so anpassen, dass die Zivilbevölkerung besser geschützt ist.

Außenministerin Annalena Baerbock war zu Gesprächen in Israel

Baerbock ist seit Mittwoch vor Ort und spricht dort mit dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu. Ein großes Thema ist dabei die geplante Bodenoffensive von Israel im südlichen Gazastreifen. In die dortige Stadt Rafah sind nach UN-Angaben inzwischen mehr als 1,4 Millionen Menschen vor den israelischen Angriffen geflohen.

Hier gibts mehr Infos zu den Gesprächen:

Newszone-Logo (Foto: SWR DASDING)

Schwierige Gespräche - Außenministerin Baerbock erneut zu Besuch in Israel

Dauer

Schwierige Gespräche - Außenministerin Baerbock erneut zu Besuch in Israel


Israel-Hamas-Krieg Schutz vor Großangriff: Zeltlager für Menschen aus Gaza?

Zivilisten sollen die Stadt Rafah sicher verlassen können. Jetzt ist ein israelischer Plan dafür bekannt geworden.

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

X ist ein soziales Netzwerk aus den USA und wird häufig von Politikern oder Journalisten genutzt. Bis zu seiner Umbenennung hieß das Netzwerk Twitter. Auch Unternehmen und Vereine sind auf X aktiv. Sie schreiben Beiträge (früher: Tweets) mit wichtigen Infos über sich selbst. Ein solcher Beitrag kann dadurch zu einer Nachrichtenquelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob das Profil und der Beitrag echt sind. Seit Elon Musk das soziale Netzwerk gekauft hat, ist das allerdings schwieriger geworden. Deshalb sind wir sehr vorsichtig mit Informationen, die ausschließlich über X verbreitet werden.

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