Rheinhessische Bauern haben am Mittwoch auf dem Markt vor dem Mainzer Dom gegen die EU-Verordnung zu Insekten- und Pflanzenschutz demonstriert.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Ira Schaible)

Stuttgart / Mainz

Achtung Verkehrschaos: Darum protestieren die Bauern

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Judith Bühler
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Jede Menge Traktoren: Landwirte machten am Mittwoch auf ihre Lage aufmerksam - mit Folgen für andere Verkehrsteilnehmer.

In Mainz spricht die Polizei von 60 Traktoren, die im Corso aus Alzey und Ingelheim im Berufsverkehr nach Mainz gefahren sind. Es gab einige Staus. Die Landwirte versammelten sich in Mainz am Dom. Ihr Plan: ein Frühstücksbuffet aus regionalen Produkten, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen und ihnen ihre Lage zu erklären. Das hat laut einem Sprecher auch geklappt. Der Regen habe nicht gestört.

In Baden-Württemberg waren Landwirte aufgerufen, nach Stuttgart zu kommen. Dort protestierten sie vor dem Umweltministerium. Laut Veranstalter kamen etwa 200 Teilnehmer mit rund 100 Traktoren aus dem ganzen Land.

Wenn die Traktoren am Mittag wieder zurückfahren, könnte es nochmal Probleme beim Verkehr geben. Die Protestaktionen gibt es in ganz Deutschland.

Warum protestieren die Bauern?

Es geht um eine Idee der EU-Kommission: Die Bauern sollen nur noch halb so viel von bestimmten Pflanzenschutzmitteln oder Unkrautvernichtern bis 2030 benutzen. In Landschaftsschutzgebieten sollen die Chemikalien komplett verboten werden.Viele Bauern befürchten, dass es ohne die Mittel nicht mehr genug Ernte gebe und sie dann nicht genug Geld mit ihrer Arbeit verdienen. Dann müssten sie ihre Betriebe aufgeben.

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