Auf einem Tablet ist eine typische Vorfahrts-Grafik aus einer Führerschein-Prüfung zu sehen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa | Bernd Wüstneck)

WTF?!

Aufgeflogen! So haben Fahrschüler bei der Prüfung betrogen

STAND
AUTOR/IN
Mario Demuth
Mario Demuth (Foto: privat)

Die Corona-Pandemie hat offenbar einen neuen Betrug bei der Theorieprüfung möglich gemacht. Doch der TÜV rüstet nach.

134 Betrugsfälle seien im letzten Jahr in Rheinland-Pfalz entdeckt worden, meldet der TÜV Rheinland. In diesem Jahr wurden allein in Koblenz schon zehn Betrüger erwischt.

Neu ist dabei der Versuch, mit der Corona-Maske zu betrügen. Und das soll laut TÜV so funktioniert haben: In der Corona-Maske wird eine Kamera versteckt. Durch ein kleines Loch filmt die dann die Prüfungsaufgaben. Die Aufnahmen gehen live an einen Komplizen. Der löst einen Vibrationsalarm zum Beispiel am Handy aus, wenn der Fahrschüler mit der Maus auf der richtigen Antwort ist.

Betrüger machen sich FFP2-Masken zu Nutzen (Foto: TÜV Rheinland)
Kamera, Antenne, Batterie - alles versteckt in einer FFP2-Maske. TÜV Rheinland

Erwischt? Halbes Jahr Prüfungssperre!

Ganz schön viel Aufwand. Und gefährlich! Nicht nur weil man für ein halbes Jahr für den nächsten Prüfungsversuch gesperrt wird, wenn man erwischt wird, sondern auch, weil die Theoriefragen ihren Sinn haben: Wer die Sachen nicht drauf hat, baut vermutlich schneller einen Unfall, warnt der TÜV Rheinland.

Der TÜV Rheinland hat nach eigenen Angaben Detektoren im Einsatz, um die kleinen Kameras zu entdecken. Außerdem werde überlegt, ob jeder bei der Prüfung eine zweite Maske über der eigenen tragen muss.

Video herunterladen (8,9 MB | MP4)

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Der SWR ist der Südwestrundfunk. Er ist öffentlich-rechtlich und gehört mit anderen Sendern (wie zum Beispiel WDR und BR) zusammen zur ARD. Dort arbeiten Journalisten, die zu aktuellen Themen direkt mit Betroffenen sprechen und bei Behörden und Unternehmen kritisch nachfragen. Der SWR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und arbeitet unabhängig von Werbung und Politik.

Wenn Personen, Vereine oder Unternehmen Neuigkeiten direkt kommunizieren, dann ist das eine Nachrichten-Quelle für uns. Das können zum Beispiel exklusive Interviews oder Pressemitteilungen sein. In der Regel kennzeichnen wir bereits im Text, auf welche Quelle wir uns konkret beziehen – vor allem dann, wenn es keine zweite unabhängige Bestätigung zu der Neuigkeit gibt.

STAND
AUTOR/IN
Mario Demuth
Mario Demuth (Foto: privat)