Viele Fahnen Israels sind während einer Demonstration gegen Antisemitismus in Berlin zu sehen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Annette Riedl)

Israel-Hamas-Krieg

Deutlich mehr antisemitische Straftaten in Deutschland

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Jonas Neugebauer
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Max Stokburger
Max Stokburger  (Foto: SWR DASDING)

Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel gab es laut dem Bundeskriminalamt (BKA) einen starken Anstieg an Straftaten.

Mehr als 1.100 Fälle wurden demnach im vierten Quartal 2023 aufgenommen. Das ist deutlich mehr als in jedem der ersten drei Quartalen. Die häufigsten Straftaten waren laut dem BKA Sachbeschädigung und Volksverhetzung.

Wichtig: Bei den 1.100 Fällen geht es nur um Fälle, die in direktem Zusammenhang mit dem Israel-Hamas-Krieg stehen. Wahrscheinlich liegt die Gesamtzahl aller antisemitischer Straftaten noch viel höher.

Israelischer Botschafter fordert Reaktion

Israels Botschafter Ron Prosor sagt, dass viele jüdische Menschen mittlerweile in Deutschland Angst haben:

Die Tatsache, dass Juden Angst haben, mit einer Kippa auf die Straße zu gehen oder auf Hebräisch in ihre Handys zu sprechen, das kann einfach nicht sein. Wir müssen aufwachen.

Prosor fordert, dass das Thema Israel auch in den Schulen behandelt wird. Laut ihm müssten gerade junge Menschen mehr Wissen über Israel bekommen.

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Prosor: "Wir müssen aufwachen!"

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Prosor: "Wir müssen aufwachen!"

Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte Anfang November was zum Judenhass in Deutschland gesagt. Das kannst du hier nachlesen:

Nahostkonflikt Virales Video: DAS sagt Robert Habeck zu Judenhass, Israel und Gaza

Per Video hat sich der Bundeswirtschaftsminister zu wichtigen Themen in Deutschland gemeldet. Viele feiern ihn dafür.

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