An 1.500 Orten in Deutschland ist die Belastung mit der Chemikalie PFAS zu hoch. Sie gilt als gesundheitsgefährdend. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Daniel Karmann)

Umwelt

Dieses Gift bedroht uns alle ☠️

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Das Gift ist unsichtbar. Es soll Krebs erregen, unfruchtbar machen und das Immunsystem schwächen. Und es ist überall!

Das Gift heißt PFAS - gesprochen "Pifas". Das ist eine Abkürzung für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Was fremd klingt, befindet sich aber überall in unserer Umgebung. PFAS sind Chemikalien, die sehr robust, fett- und wasserabweisend sind. Weil sie so gut wie unzerstörbar sind, werden PFAS auch "Jahrhundertgift" oder "Ewigkeitschemikalie" genannt.

Hier wird PFAS zum Beispiel verwendet:

  • Outdoorkleidung
  • Pfannen
  • Fast-Food-Verpackung wie Burgerpapier oder Pizzakartons
  • Kosmetik
  • Zahnseide
  • Reinigungsmittel
  • Löschschaum der Feuerwehr

Hier wurde das Gift gefunden

Ein Team aus Journalisten von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hat jetzt herausgefunden, wo PFAS überall in unserer Umwelt nachweisbar sind: Sie befinden sich in Flüssen und Seen und damit auch in Böden und Pflanzen. Über Pflanzen und Tiere kommen sie auch in unsere Nahrungsmittel. Auch über Trinkwasser oder die Luft können wir das Gift aufnehmen. An insgesamt 1.500 Orten in Deutschland wurde das Gift gefunden. Und das war erst der Anfang.

Deshalb sollen PFAS verboten werden

Einige PFAS sind schon verboten, weil sie als toxisch gelten. Viele andere Chemikalien aber nicht, weil ihre Gesundheitsgefahr nicht nachgewiesen ist. Einige EU-Länder - auch Deutschland - wollen jetzt alle PFAS verbieten. Sie gehen davon aus: Wenn einige gefährlich sind, dann sind es die anderen auch.

Wie PFAS in den menschlichen Körper kommen, siehst du hier:

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

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