Die Ampelkoalition will eine gesetzliche Impflicht für Angehörige in Pflegeberufen. Die Betroffenen reagieren mit Verbitterung darauf, weil sie mal wieder die Hauptlast der Pandemiebekämpfung tragen (Foto: dpa Bildfunk, dpa/Bildfunk/picture-alliance/dpa)

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Corona-Bonus? Viele Pflegekräfte gehen leer aus

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Pflegekräfte haben in der Corona-Pandemie gearbeitet bis zum Umfallen. Dafür sollten sie eigentlich extra Geld kriegen.

Der Corona-Bonus vom Staat ist bei vielen aber gar nicht angekommen. Das berichten die Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR. Sie haben die Informationen vom Bundesrechnungshof. Der hat geprüft, wie die Auszahlung der Prämie so läuft und kommt zu dem Ergebnis: Das Verfahren ist "fehler- und missbrauchsanfällig".

Viele Pflegeeinrichtungen haben das Geld einfach nicht beantragt. Andere haben es sowohl für die Beschäftigten, als auch für sich selbst - also die Leitung - beantragt. Die Zusatzzahlung sollte es nur für die 1,2 Millionen Menschen geben, die in Krankenhäusern und in der Altenpflege arbeiten. Dafür hatte die Bundesregierung extra Geld zur Verfügung gestellt.

Dieses Jahr wieder Bonus-Zahlung

Schon Anfang des Jahres hatte die Gewerkschaft ver.di kritisiert, dass die Auszahlung nicht läuft und auch, dass die Höhe der Prämie sehr unterschiedlich ist: zwischen 757 Euro pro Person in Bayern und 1.125 Euro in Sachsen-Anhalt.

Dieses Jahr soll es wieder eine Prämie geben. Der Bundesrechnungshof befürchtet, dass es mit der Auszahlung ähnlich schlecht laufen könnte. Der Ablauf sei nämlich der gleiche. Für den Corona-Bonus steht eine Milliarden Euro zur Verfügung. Diesmal allerdings nicht für alle Pflegekräfte: Beschäftigte in der Notaufnahme kriegen nichts, sagt Pflegekraft Nina Jurr aus Kaiserslautern im SWR. Sie empfindet das als ungerecht. In der Notaufnahme wisse ja man häufig einfach nicht, ob die Patienten Corona haben. Dies sei ein großes Risiko.

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