Bei einer Impf-Aktion am Rande des Bundesliga-Spiels Frankfurt gegen Union Berlin stehen mehrere Menschen Schlange.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Arne Dedert)

Corona

Impfpflicht erst im Mai?

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Es sollte schnell gehen. Impfpflicht bis Anfang März, hieß es vom neuen Bundeskanzler Scholz. Das klappt offenbar nicht.

Der neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte im November noch im ZDF gesagt, dass eine allgemeine Impfpflicht spätestens ab Anfang März für alle in Deutschland gelten soll. Jetzt zeichnet sich ab, dass das so nicht klappen wird. Laut "Tagesspiegel" kann eine Impfpflicht wohl erst im Mai oder sogar Juni in Kraft treten.

Das liegt dem Bericht zufolge an den ganzen Beratungen und Entscheidungen, die bis zu einer Einführung der Impfpflicht notwendig sind. Als Starttermin sei deswegen Mai oder Juni realistisch. Dass es so lange dauern kann, deutet auch der SPD-Politiker Dirk Wiese an. Das erste Quartal endet Ende März:

Die Beratungen im Bundestag sollten wir im ersten Quartal zum Abschluss bringen.

Warum die langen Beratungen zur Impfpflicht?

Die Grünen-Politikerin Britta Haßelmann erklärt die lange Diskussionszeit so: Die Frage der Impfpflicht sei "so relevant und weitgehend", dass es eine "fundierte und sehr sorgfältige Beratung" brauche. Das sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Andere wollen schnellen Start der Impfpflicht

Dass es schneller gehen soll, fordern unter anderem Politiker, die nicht an der Regierung beteiligt sind - beispielsweise Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetscheck (CSU). Auch der Deutsche Städtetag, in dem mehr als 3.000 Städte organisiert sind, ist für eine schnelle Einführung der Impfpflicht. "Dann würden wir besser gerüstet in eine fünfte Welle gehen", sagte Städtetag-Chef Markus Lewe in Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

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