Oberschülerin Sakine lässt sich bei einer Impfaktion zum Auftakt der Aktionswoche „#HierWirdGeimpft“ von Henning Spliedt mit Moderna impfen. (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka)

Corona

Sind Impfreaktionen nur eingebildet?

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Kopfschmerzen, Müdigkeit - das können Reaktionen auf die Corona-Impfung sein. Aber kommen die wirklich vom Impfstoff?

Viele Reaktionen auf die Corona-Impfung sind wohl gar keine richtigen Nebenwirkungen. Das zeigt eine neue Studie. Demnach reagiert der Körper oftmals nur, weil der Geimpfte das so erwartet. Man nennt das "Nocebo-Effekt" - allein durch die Erwartung von negativen Folgen, sind diese auch zu spüren.

Drei Viertel der Reaktionen durch "Nocebo-Effekt"

Die Studie sagt, bei der Erstimpfung sind 76 Prozent der Reaktionen auf den "Nocebo-Effekt" zurückzuführen. Bei der Zweitimpfung sind es etwa die Hälfte der wahrgenommenen Nebenwirkungen. Das schreiben die Forschenden der Harvard Medical School und der Philipps-Universität in Marburg im Fachmagazin "Jama Network Open".

"Nocebo" ist die Umkehrung von "Placebo". "Placebo-Effekte" - also positive Erwartungen - können die Wirksamkeit eines Medikaments verstärken und sogar bei einem Scheinmedikament zu einer Wirkung führen, nur durch die Erwartung.

In a new analysis of placebo-controlled COVID-19 vaccine trials, nearly a third of participants who received the placebo reported at least one adverse event, with headache and fatigue being the most common https://t.co/L35cvMP9lC

Natürlich können Fieber, Schmerzen und andere Reaktionen auch wirkliche Nebenwirkungen auf die Impfung sein. Welche das sind, erfährst du hier.

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