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Verbrechen

Tödliche Attacke beim CSD: 20-Jähriger festgenommen

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Leo Eder
Leo Eder (Foto: )
Judith Bühler
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In Münster starb ein 25-Jähriger, der anderen helfen wollte. Jetzt hat die Polizei einen Verdächtigen gefasst.

Was ist passiert?

Beim Christopher Street Day vergangenen Samstag ist ein junger Mann brutal zusammengeschlagen worden. Wie die Polizei schreibt, wollte Malte CSD-Teilnehmerinnen helfen. Die waren nämlich laut Zeugen von einem Unbekannten mit den Worten "Lesbische Hure" und "Verpisst euch" heftig beleidigt worden. Als der 25-Jährige dazwischenging, boxte ihm der Unbekannte ins Gesicht. Malte verlor das Bewusstsein und schlug mit dem Hinterkopf auf den Asphalt.

Der Angreifer und ein Begleiter flohen. Rettungskräfte brachten Malte ins Krankenhaus, wo er ins künstliche Koma versetzt wurde und am Freitagmorgen seinen Verletzungen erlag.

Polizei fasst Verdächtigen

Noch am selben Tag konnte die Polizei einen 20-jährigen Tatverdächtigen fassen. Die Mordkommission hatte zuvor Bilder und Videos vom CSD ausgewertet und so den mutmaßlichen Täter gefunden. Eine Ermittlerin erkannte ihn dann am Hauptbahnhof von Münster und nahm ihn fest. Die Staatsanwaltschaft will einen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragen.

Queerfeindlicher Angriff

Für Felix Adrian Schäper, Vorstand des Vereins Trans*Inter*-Münster, steht fest: Es war ein queerfeindlicher Angriff. Malte sei trans gewesen. Und der Angreifer hatte vorher zwei lesbische Frauen homofeindlich beschimpft. Auch der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann, spricht von einem Hassverbrechen und queerfeindlichen Angriff:

Nach einem queerfeindlichen Angriff beim CSD in Münster ist Malte C. heute seinen Verletzungen erlegen. Unser Beileid und tiefes Mitgefühl gelten seinen Angehörigen und Freund*innen. "Ich hoffe, dass Maltes Tod unsere Gesellschaft aufrüttelt." Queerbeauftragter @svenlehmann https://t.co/7WkuJYnUei

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Die Presseabteilung der Polizei verfasst zu vielen Einsätzen einen kurzen Bericht. Der wird den Medien zur Verfügung gestellt. Sie liefern Informationen zum Beispiel zu Unfällen, Ermittlungen und Festnahmen. Außerdem veröffentlicht die Polizei auch Zeugenaufrufe oder Bilder von vermissten Personen und bittet die Medien darum, die Informationen zu verbreiten.

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

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