Berlin: Zehntausende demonstrieren gegen den Krieg in der Ukraine und fordern Friedensverhandlungen (Foto: IMAGO, IMAGO / epd)

Russland-Ukraine-Krieg

Tausende demonstrieren in Berlin für Frieden - deshalb ist das so umstritten

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

13.000 Menschen gehen für Frieden in der Ukraine auf die Straße - darunter Rechte und Querdenker. Was ist da los?

Die Demonstration vor dem Brandenburger Tor in Berlin stand unter dem Motto "Aufstand für den Frieden". Die Teilnehmenden fordern Friedensverhandlungen statt Waffenlieferungen für die Ukraine. Das klingt erstmal nicht schlimm. Trotzdem wurde die Veranstaltung schon vor ihrem Beginn heftig kritisiert.

Wer steht hinter der Demo?

Aufgerufen zu dem Protest haben Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Zuvor hatten sie ein "Manifest für den Frieden" veröffentlicht. Darin fordern sie ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine, um das Leid der Menschen zu beenden. Stattdessen solle Russland ein Verhandlungsangebot gemacht werden. 640.000 Menschen haben das Manifest mittlerweile unterschrieben.

Warum gibt es Kritik?

Fast alle großen Parteien - auch die Linke - haben von den Forderungen und der Veranstaltung Abstand genommen. Einige Politiker werfen Wagenknecht und Schwarzer vor, den Krieg zu verharmlosen. Mit einem russischen Diktator, der nur seine Ziele durchsetzen will, könne man nicht verhandeln.

Wer war auf der Demo in Berlin?

Die AfD hat die Forderungen nicht kritisiert - im Gegenteil: Viele AfD-Politiker waren bei der Demonstration in Berlin dabei. Genauso wie andere rechte Gruppen, Reichsbürger und sogenannte Querdenker. Auch dafür wurden die Veranstalterinnen kritisiert: Sie hätten sich nicht klar von Rechten abgegrenzt.

Ein kleiner Eindruck von der Straße des 17. Juni. DDR-Fahne neben Flagge der Sowjetunion. Rechtsextreme „Freie Brandenburger“ genauso vertreten wie „Compact“. Zahlreiche Querdenken-Akteure wie Marcus Fuchs aus Dresden oder Mertens vom rechten Kanal „Auf1“. #b2502 pic.twitter.com/Kfl9I5COxg

Auf der Demo wurde immer wieder der Rücktritt von Außenministerin Annalena Baerbock gefordert. Auf einem gebastelten Panzer verglichen Demonstranten Baerbock und Bundeskanzler Olaf Scholz sogar mit Adolf Hitler.

Motivwagen auf Wagenknecht-Schwarzer-Demo: Hitler-Scholz/Baerbock-Vergleich #AufstandfuerFrieden #b2502 @rbb24 pic.twitter.com/BdG9hUyebl

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