Fahrkartenautomat der Bahn im Bahnhof Karlsruhe (Foto: IMAGO, IMAGO / Arnulf Hettrich)

Urteil

Deutsche Bahn muss genderneutral werden

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Nach einem Gerichtsurteil muss die Deutsche Bahn künftig beim Verkauf von Fahrkarten die Anrede ändern.

Das Unternehmen darf einen Menschen mit nicht-binärer Geschlechtszugehörigkeit nicht dazu zwingen, beim Fahrkartenkauf zwischen der Anrede "Herr" oder "Frau" zu wählen. Das hat nun das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main beschlossen, nachdem eine Person, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zuordnet, geklagt hatte.

Bei der Ausstellung von Fahrkarten, Schreiben des Kundenservice, bei Werbung und gespeicherten Daten müsse das Urteil sofort umgesetzt werden. Beim Onlinebuchungssystem räumte es der Bahn eine Frist bis Jahresende für die Umsetzung ein.

Deutsche Bahn muss Entschädigung zahlen

Zudem muss die Bahn 1.000 Euro Entschädigung an die klagende Person zahlen. Die "Zuschreibung" eines Geschlechts durch die Bahn sei eine psychische Belastung für die betroffene Person, lautete die Begründung.

Der Bundestag will mehr Toleranz zeigen und zu bestimmten Anlässen die Regenbogenflagge hissen. Hier geht's zur News:

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