Drei Monate nach dem Tod des Senegalesen Mouhamed Dramà durch die Dortmunder Polizei in der Dortmunder Nordstadt hat das Aktionsbündnis Mouhamed unter Justice4Mouhamed zu einer Demonstration gegen tödliche Polizeigewalt in Dortmund aufgerufen.  (Foto: IMAGO, IMAGO / Markus Matzel)

Dortmund

Von Polizei erschossen: Erster Todestag von Mouhamed Dramé

Stand
AUTOR/IN
Max Stokburger
Max Stokburger  (Foto: SWR DASDING)
Jonas Neugebauer
Autorenprofil Jonas Neugebauer (Foto: SWR, Privat Jonas Neugebauer)

Die tödlichen Schüsse fielen vor einem Jahr im Hof einer Jugendeinrichtung. Demonstranten haben klare Forderungen:

"Gerechtigkeit" und "lückenlose Aufklärung"! Das wollen die Aktivisten auch ein Jahr nach dem Tod des 16-Jährigen in Dortmund. Mit einer Mahnwache und Schweigeminute wurde am Dienstag an Mouhamed Dramé erinnert.

Auch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal äußerte sich. Er sprach von einem "Tag des Schmerzes und der Wut" und drückte Familie und Freunden sein Mitgefühl aus. Am Wochenende soll es in Dortmund eine große Demo geben.

Bei Polizeieinsatz in Dortmund erschossen: Was ist passiert?

Am 8. August 2022 war Mouhamed Dramé in der Dortmunder Nordstadt von Polizisten erschossen worden. Davor saß er im Hof einer Jugendeinrichtung und soll gesagt haben, dass er sich umbringen will. Außerdem soll er ein Messer in der Hand gehalten haben. Daraufhin setzen die Beamten Pfefferspray und Taser ein. Fast zeitgleich feuerte ein Polizist mit seiner Maschinenpistole die tödlichen Schüsse ab.

Fünf Polizisten angeklagt: So geht es weiter!

Nach dem gewaltsamen Tod des Jungen sind fünf am Einsatz beteiligte Polizisten angeklagt worden. Der Schütze wegen Totschlags. Wann der Prozess beginnt, ist noch nicht safe - voraussichtlich aber Ende des Jahres.

Btw: Durch den Tod des 16-Jährigen ist es zu heftigen Diskussionen über Rassismus, Polizeigewalt und den polizeilichen Umgang mit Menschen in psychischen Ausnahmesituationen gekommen.

Nach dem Tod eines Afroamerikaners in den USA wurden mehrere Polizisten entlassen:

Verbrechen Nach Tod von Tyre Nichols: sechster Polizist gefeuert

Nach der brutalen Tötung des Afroamerikaners Tyre Nichols in den USA ist ein weiterer Polizist entlassen worden.

DASDING DASDING

Quellencheck

Wo haben wir unsere Infos her? Wir sagen es dir!

Der Evangelische Pressedienst (epd) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AFP, AP und SID.

Die ARD - das sind die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender in Deutschland zusammen. Dazu gehören zum Beispiel der SWR (Südwestrundfunk), der BR (Bayerischer Rundfunk) und der WDR (Westdeutscher Rundfunk). Die ARD-Journalisten berichten in Radio, Fernsehen, Internet und über Social Media, was in ihrer Region oder auch weltweit passiert. Außerdem gibt es Redaktionen für spezielle Themen zum Beispiel die Politik in Deutschland oder Gerichtsentscheidungen in Karlsruhe oder Sendungen wie Tagesschau oder Sportschau.

Most Wanted

  1. Wertheim Mann wohnt jahrelang mit der Leiche seiner Frau zusammen

    Dreieinhalb Jahre lag sie in der Wohnung in Wertheim-Lindelbach. Die Todesursache ist nicht klar.

    SWR1 Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

  2. Voting Jugendwort 2023: DAS könnte der Winner werden

    Davor waren es zehn - jetzt sind es nur noch drei. Die Top 3 Anwärter fürs Jugendwort 2023 stehen fest.

    SWR Aktuell am Vormittag SWR Aktuell

  3. Kaiserslautern

    Kaiserslautern Künstliche Intelligenz als Bademeister?

    In einem Freibad in Kaiserslautern soll künstliche Intelligenz den Bademeistern dabei helfen, Leben zu retten.

    Am Morgen SWR4 Rheinland-Pfalz