Dortmund (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Dieter Menne)

Verbrechen

Toter 16-Jähriger aus Dortmund: Hat die Polizei gegen Vorschriften verstoßen?

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Djamila Chastukhina
Djamila Chastukhina (Foto: DASDING)

Im Fall eines getöteten 16-Jährigen wurden offenbar die Dienstanweisungen für den Einsatz von Tasern nicht eingehalten.

Im August wurde ein 16-Jähriger aus Dortmund mit fünf Schüssen aus einer Maschinenpistole von der Polizei getötet. Er soll mit einem Messer auf die Beamten zugegangen sein. Aktuell wird ermittelt, ob die Schüsse wirklich notwendig waren und nun gibt es neue Erkenntnisse.

Hier gibts mehr Infos, was genau passiert ist:

Eigentlich keine Schüsse erlaubt

Die Analyse einer Tonaufnahme hat ergeben: Der erste Schuss fiel laut einem Bericht nur 0,717 Sekunden nach einem "wahrnehmbaren Tasergeräusch". Was diese Erkenntnis für die beteiligten Polizisten bedeutet, ist noch unklar. Laut einem Bericht des WDR wurden allerdings die Dienstvorschriften für die Benutzung von Tasern nicht eingehalten, denn: Taser - also Elektroschockpistolen - seien nicht dafür vorgesehen, bei Bedrohungen mit Messern eingesetzt zu werden. Die Ermittlungen gehen jetzt weiter.

Kritik an der Polizei

An dem Vorgehen der Polizei gibt es schon seit dem Vorfall viel Kritik: Viele sind der Meinung, es habe keinen Grund gegeben, den Jungen mit einer Maschinenpistole zu erschießen. Vor den tödlichen Schüssen soll die Polizei ihn erst mit Pfefferspray und dann mit zwei Tasern beschossen haben.

Mehr zu dem Fall erfährst du hier:

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