Menschen protestieren in Myanmar auf den Straßen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP Photo | Uncredited)

Politik

Nach Militärputsch: Was ist los in Myanmar?

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Saphira Siegmund

Genau vor einem Jahr nahm das Militär die Regierung in Myanmar gewaltsam in Besitz. Seitdem herrscht Chaos im Land.

Myanmar, das frühere Burma, ist ein Staat in Südostasien mit Grenzen zu Indien, Bangladesch, China, Laos und Thailand. Im November 2020 wurde bei den Wahlen die Partei "Nationalliga für Demokratie" (NDL) von Aung San Suu Kyi laut offiziellen Angaben gewählt. Mit ihrer Partei setzt sie sich seit Jahren für eine gewaltlose Demokratisierung ihres Heimatlandes ein. Doch das Militär erkannte dies nicht an. So kam es am 1. Februar 2021 zur Übernahme durch das Militär, geführt von General Min Aung Hlaing.

Damals ging ein Video einer Fitness-Bloggerin viral, da sie zufällig den Militärputsch im Hintergrund festhielt:

Gewalt auf den Straßen

Laut dem UN-Büro für Menschenrechte werden mittlerweile mehr als 1000 Tötungen durch das Militär gezählt. Es gebe glaubhafte Vorwürfe gegen das Militär, dass Menschen durch sie Folter und sexuelle Gewalt erfahren. Auch seien Zivilisten in Haft getötet worden. Die Vereinten Nationen sprechen von Menschenrechtsverletzungen. US-Präsident Joe Biden fordert die Freilassung aller, die zu Unrecht inhaftiert sind. Nun planen die USA Strafen für Angehörige der Justiz und Unterstützende des Militärs.

Alte Regierungschefin steht unter Hausarrest

Die gestürzte Regierungschefin Aung San Suu Kyi steht unter Hausarrest und wurde inzwischen zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, da ihr Wahlbetrug vorgeworfen wird.

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