Archies Mutter  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/PA Wire | James Manning)

England

Hirntod nach Social-Media-Challenge: Junge muss wohl sterben!

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Niklas Behrend
NEWSZONE-Redakteur Niklas Behrend (Foto: SWR, privat)

Den Hirntod von Archie haben die Ärzte schon länger festgestellt. Die lebenserhaltenden Maßnahmen sollen beendet werden.

Der 12-Jährige liegt bereits seit April im Koma. Die Ärzte sind sich einig: Archie kann man leider nicht mehr helfen. Nur ein Beatmungsgerät und Medikamente halten seinen Körper am Leben.

Eilantrag am Europäischen Gerichtshof abgelehnt!

Die englische Justiz folgte dem Rat der Ärzte. Deswegen hat sie veranlasst, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen beendet werden sollen. Seine Eltern wollten das mit aller Macht verhindern. Sie gingen vor den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Aber auch dieser lehnte den Antrag am Mittwoch ab. Nun erklärte Archies Mutter, dass sie ihren Sohn in ein Hospiz bringen lassen wollen, damit er dort würdevoll sterben kann. Das Krankenhaus ist dagegen:

Archie ist in einem solch instabilen Zustand, dass ein erhebliches Risiko sogar dann besteht, wenn er innerhalb seines Krankenhausbettes gedreht wird, was im Rahmen seiner fortlaufenden Pflege erfolgen muss.

Wie kam es zu Archies Hirntod?

Archie hat im April offenbar an einer gefährlichen Social-Media-Challenge teilgenommen. Dabei ging es darum, sich so nah wie möglich an den Rand der Bewusstlosigkeit zu bringen, doch Archie verlor das Bewusstsein. Seitdem wachte er nicht mehr auf.

Hier äußert sich Archies Mutter zu der Entscheidung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte:

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