Polizei steht vor dem Don-Bosco-Gymnasium. In Essen ist die Polizei an zwei Schulen in größerem Umfang im Einsatz.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/TNN | Markus Gayk)

Essen

Amokdrohung? Polizei durchsucht Wohnung eines Schülers

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Mario Demuth (Foto: privat)

In Essen durchsucht die Polizei auch zwei Schulen. Der Verdacht: Ein 16-Jähriger könnte eine Straftat geplant haben.

Am Morgen hat die Polizei die Wohnung eines 16-jährigen Schülers durchsucht. Der Grund: Es gibt Hinweise, dass er eine Straftat an seiner aktuellen Schule oder an seiner ehemaligen Schule geplant haben könnte. Das gab die Polizei bekannt. Sie sagt, in der Wohnung wurden Speere und andere Stichwaffen gefunden.

Verschiedene Medien berichten, dass der Schüler einen Amoklauf angedroht haben soll. Von der Polizei ist das bisher nicht bestätigt. Der 16-Jährige ist in Polizeigewahrsam.

Rechtsextrem?

Der stellvertretende Ministerpräsident von NRW, Joachim Stamp, geht von einem rechtsextremen Motiv aus. In einem Tweet schrieb er, dass ein "mutmaßlicher Nazi-Terroranschlag" verhindert wurde. Die Deutsche Presse-Agentur hat Hinweise, dass es rechte Tendenzen bei dem Schüler gibt.

Großer Dank an @Polizei_NRW_E für Verhinderung eines mutmaßlichen Nazi-Terroranschlags. Unabhängig von der großartigen Leistung unserer #Polizei und der Aufklärung des Falls haben alle Demokraten die gemeinsame Aufgabe, gegen #Rassismus, Verrohung und Hass zu kämpfen. #Essen https://t.co/Vb4nQ5Toni

Die beiden Schulen, die möglicherweise Anschlagsziel waren, bleiben heute geschlossen. Die Polizei sucht auch dort nach Hinweisen.

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die Presseabteilung der Polizei verfasst zu vielen Einsätzen einen kurzen Bericht. Der wird den Medien zur Verfügung gestellt. Sie liefern Informationen zum Beispiel zu Unfällen, Ermittlungen und Festnahmen. Außerdem veröffentlicht die Polizei auch Zeugenaufrufe oder Bilder von vermissten Personen und bittet die Medien darum, die Informationen zu verbreiten.

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