Delfindame Winter aus "Mein Freund, der Delfin" ist gestorben (Foto: dpa Bildfunk,  Jim Damaske)

Tierschutz

"Nur noch" 500 Delfine dürfen getötet werden

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Shayan Mirmoayedi
NEWSZONE-Redakteur Shayan Mirmoayedi (Foto: SWR, privat)

Auf den Färoer-Inseln ist die Delfinjagd eine Tradition. Wegen eines Skandals wird jetzt gehandelt.

Grindadráp - so heißt die alte Tradition auf den Färöer-Inseln, die zu Dänemark gehören. Dabei werden Grindswale und Delfine geschlachtet und gegessen. Zu einem Aufschrei kam es, als letztes Jahr 1.400 Delfine getötet wurden. Die Bilder der toten Tiere im blutroten Wasser sorgte in den sozialen Medien für Empörung. Die Färöer-Inseln liegen etwa in der Mitte zwischen Großbritannien, Island und Norwegen.

Maximal 500 Delfine

Die Regierung vor Ort auf den Inseln will, dass dieses und nächstes Jahr jeweils maximal 500 Delfine geschlachtet werden können. Denn sie sagt:

Die Nutzung von Grindwalen und Weißseitendelfinen auf den Färöern ist nachhaltig.

Tierschützern ist das aber nicht genug. Sie finden, eine offizielle Quote von 500 Delfinen sei ein Anreiz erst recht zu jagen, weil die Jagd dann im Gesetz festgeschrieben ist. Die Tierschützer wollen sie ganz abschaffen.

Die Entscheidung aus Tórshavn ist aus Tier- und Artenschutzsicht eine Katastrophe und ein enormer Rückschritt.

Hier kannst du dir ansehen, wie die Jagd aussieht:

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