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Russische Propaganda

Fake-Webseiten: BILD, Spiegel und t-online nachgebaut

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AUTOR/IN
Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Die Seiten sehen fast echt aus. Sie sind voll mit Hetze gegen die Bundesregierung und russischer Propaganda. Alles Fake!

Das ist eine dieser Meldungen: "Ein Teenager wird in Berlin wegen Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung getötet". Sie steht auf einer Seite, die fast genau aussieht wie die Webseite der "Bild-Zeitung". Und sie klingt dramatisch: Der 16-Jährige sei nach einem Fahrradunfall verblutet, weil niemand ihn im Dunkeln gefunden hat. Aber alles an der Geschichte ist erfunden.

Wer steckt dahinter?

Die gefälschten Nachrichtenseiten kommen aus Russland. Verbreitet werden Artikel und Videos vor allem über Social Media. Das Ziel: Vertrauen in Politik, Gesellschaft und staatliche Institutionen in Deutschland zu schwächen.

Es ist eine der größten Fake-News-Aktion in Deutschland, die es je gegeben hat. Das sagt der Verein "Mimikama", der seit Jahren Fake-News aufspürt. Insgesamt 20 Seiten sind betroffen.

So kannst du die falschen Seiten erkennen:

  • Leicht zu erkennen sind sie an der Adresse (URL) - die heißt zum Beispiel spiegelr.today statt spiegel.de.
  • Geteilt werden die Nachrichten häufig von Frauen mit dem Vornamen "Odetta". Das sind alles Fake-Profile, die nur dafür da sind, die Propaganda zu verbreiten.

Auch auf TikTok gibt es viele Fake-Videos - zum Beispiel über den Krieg in der Ukraine:

TikTok Videos vom Krieg - bei TikTok ziemlich einfach zu bekommen

TikTok macht was gegen Fake News in seiner App, sagt TikTok selbst. Die Realität sieht anders aus, zeigt ein neuer Test.  mehr...

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