Ein Kakadu-Zwergbuntbarsch im Wasser. (Foto: IMAGO, IMAGO / blickwinkel)

Überraschende Studie

Kein Witz: Manche Fische können rechnen

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Katrin Stöver-Böhm
Katrin Stöver-Böhm (Foto: Max Orlich)

Es klingt unglaublich: Eine neue Studie hat ergeben, dass Buntbarsche und Stachelrochen Minus und Plus rechnen können - von eins bis fünf.

Die Forscher zeigten den Fischen eine Sammlung geometrischer Formen wie etwa vier Quadrate. Wenn diese eine blaue Farbe hatten, bedeutete das "addiere eins" - also zähle eins dazu. Gelb gefärbte Quadrate bedeuteten "subtrahiere eins" - also ziehe eins ab.

Stachelrochen (links) und Buntbarsche - können im Zahlenraum bis 5 einfache Additionen und Subtraktionen durchführen. (Foto: Foto: Prof. Dr. Vera Schlüssel/Uni Bonn)

Nachrichten Fische können rechnen: Das sagt die Studienleiterin

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Bonner Forscher nutzten farbige Formen für Experiment

Danach wurde den Fischen ein Bild mit einem richtigen Ergebnis und einem falschem Ergebnis gezeigt. Schwammen sie zum richtigen Bild - also bei der Addition statt vier fünf blaue Quadrate - wurden die Fische mit Futter belohnt. Bei der falschen Antwort bekamen sie nichts.

Mit der Zeit hätten sie so gelernt, die blaue Farbe mit der Erhöhung der anfangs gezeigten Menge in Verbindung zu bringen, die gelbe Zahl dagegen mit ihrer Verminderung, erklärt die Uni Bonn.

Ein Beispiel für zwei Testaufgaben: Die Fische schwammen nach dem erfolgreichen Training meist zu der korrekten Lösung. (Foto: Abbildung: Esther Schmidt)
Ein Beispiel für zwei Testaufgaben: Die Fische schwammen nach dem erfolgreichen Training meist zu der korrekten Lösung. Abbildung: Esther Schmidt

Forscher überrascht von rechnenden Fischen

Die Forscher überraschte die Leistung der Barsche und Rochen. Auch, weil diese keine Großhirnrinde haben. Diese ist beim Menschen dafür zuständig, schwierige Aufgaben zu lösen.

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Katrin Stöver-Böhm (Foto: Max Orlich)