In der Nationalversammlung in Frankreich hat es einen rassistischen Zwischenruf gegeben.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AFP | Julien De Rosa)

Rassismus

Chaos nach rassistischem Zwischenruf in französischem Parlament

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Während der Rede eines schwarzen Abgeordneten hat es einen rassistischen Zwischenruf gegeben. Mit Folgen!

In der Rede des Abgeordneten Carlos Martens Bilongo geht es um das Drama eines Flüchtlings-Rettungsboots. Der rechtspopulistische Politiker Grégoire de Fournas unterbricht ihn mit den Worten: "Soll er/es doch nach Afrika zurückkehren". Im Parlament wird es laut: Die Abgeordneten rufen durcheinander, fordern den Rauswurf und Strafen - die Sitzung musste unterbrochen werden.

Ob de Fournas mit "er" Bilongo gemeint hatte oder das Flüchtlingsboot, ist nicht ganz klar. Auf Französisch hat "das Boot" auch einen männlichen Artikel. Bilongo hat die Aussage persönlich aufgenommen, de Fournas spricht von einem Missverständnis.

Das Parlament reagiert mit Strafen

Für das Parlament ist die Aussage nicht akzeptabel. Es entscheidet sich für die härteste Sanktion gegen den Rechtspopulisten: Für zwei Wochen wird de Fournas von der Nationalversammlung ausgeschlossen und bekommt für die nächsten zwei Monate weniger Geld. Er schreibt zwar auf Twitter, er sei "unschuldig", erklärt aber, die Entscheidung zu respektieren.

Rassismus hat keinen Platz in unserer Demokratie.

Hier kannst du dir die Szenen im Parlament ansehen:

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