Harvard University (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Cj Gunther)

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Diese Uni will ihre Sklaven-Vergangenheit aufarbeiten

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Saphira Siegmund
Saphira Siegmund (Foto: Saphira Siegmund)

Die Uni Harvard in den USA hat in einem Bericht zugegeben, dass sie an der Sklaverei im Land mitschuldig ist.

Der Präsident von Harvard hatte den Studierenden eine E-Mail dazu geschrieben.

"Die Uni muss gegen die Folgen der Sklaverei vorgehen."

In der Nachricht schrieb er, dass sie eine moralische Verantwortung tragen und es wiedergutmachen wollen: mit 94 Millionen Euro.

Mit dem Geld soll Rassismus-Forschung gefördert werden. Auch die Nachfahren von Sklavinnen und Sklaven sollen gefördert werden. Zum Beispiel durch mehr Bildungsangebote.

Hintergrundgeschichte

Die Harvard University gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Mitarbeitende hatten damals eigene Sklaven. Die Uni hatte zusätzlich noch Spenden von Sklavenhändlern bekommen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden auch rassistische Forschungen unterstützt.

Andere Universitäten in den USA haben eine ähnliche Vergangenheit und wollen mitziehen. Im Bundesstaat Virginia gibt es sogar seit letztem Jahr ein Gesetz, dass Nachkommen von Sklavinnen und Sklaven mit einem Stipendium unterstützt werden müssen. Das Geld müssen sie dann nicht zurückzahlen.

The report describes a history that began with a Colonial-era embrace of slavery that saw more than 70 people enslaved by Harvard presidents and other leaders, faculty, and staff https://t.co/QWKznWEoZn

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