Die deutsche, israelische und die EU-Fahne wehen am Holocaust-Gedenktag vor dem Bundestag. (Foto: IMAGO, IMAGO / Dirk Sattler)

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Holocaust-Gedenktag - warum es ihn gibt und was da passiert

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Am Holocaust-Gedenktag gibt es viele offizielle Veranstaltungen, Aktionen an Schulen und Infos auf Socialmedia. Aber warum eigentlich?

Der Gedenktag findet immer am 27. Januar statt. Es ist der Tag an dem das Konzentrationslager Auschwitz 1945 befreit wurde. Seit 2005 ist es ein weltweiter Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Es sind vor allem sechs Millionen Juden, die unter der Nazi-Herrschaft ermordet wurden - aber auch Sinti und Roma, Menschen mit Behinderungen und Homosexuelle.

Überlebende: Dem Judenhass entgegenstellen!

An der offiziellen Gedenkstunde im Bundestag hat auch eine Überlebende des Holocaust teilgenommen. Inge Auerbacher wurde mit sieben Jahren aus Südbaden in das Konzentrationslager Theresienstadt gebracht. Sie und ihre Eltern überlebten. Sie sagte, sie habe die "grauenhafte Zeit des Schreckens und Judenhasses noch in Erinnerung". Weil Judenhass sich jetzt wieder ausbreitet, ruft sie dazu auf, sich dem entgegenzustellen.

Leider ist dieser Krebs wieder erwacht, und Judenhass ist in vielen Ländern der Welt - auch in Deutschland - wieder alltäglich. Diese Krankheit muss so schnell wie möglich geheilt werden.

In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz finden viele Aktionen zum Gedenktag statt - ob in Schulen, im Landtag, in Synagogen und Kirchen. Einige Menschen legen zum Beispiel Blumen auf die "Stolpersteine" auf der Straße, die an ermordete Juden erinnern.

Infos zum Gedenktag auf Instagram und Tiktok

Auf TikTok findest du viele Infos und Hintergründe zum Holocaust und dem Gedenktag. Damit will die Plattform verhindern, dass sich viele Falschmeldungen zu dem Thema verbreitet. Du kannst also nachlesen, um was es wirklich geht und so Fakenews schneller erkennen.

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