Azowstal Stahlwerk (Foto: IMAGO, ITAR-TASS)

Russland-Ukraine-Krieg

Gefangen im Stahlwerk: Sie wollen den Himmel sehen

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Etwa 2.000 Menschen sitzen im Azowstal-Werk in der ukrainischen Stadt Mariupol fest.

Die ukrainische Nationalgarde teilte am Wochenende zwei Videos aus dem belagerten Stahlwerk. Sie zeigen die Lebensumstände der Menschen, die im Februar zum Schutz in die Keller der Anlage geflüchtet sind. Die Kämpfer brachten den Kindern Essen und Süßigkeiten mit und sprachen mit ihnen.

Ostergeschenke für die Kinder

Über das Wochenende waren die orthodoxen Osterfeiertage. Die Helfer brachten den Kindern Geschenke. Auch wenn, laut einer der Frauen aus dem Video, Essen und süßer Tee bereits Glück für sie ist, wünschen sich die Kinder mehr:

Ich möchte rausgehen. Ich möchte wieder die Sonne sehen.

Keine Fliege kann mehr heraus

Nach Anordnung Putins wird das Stahlwerk so engmaschig belagert, dass "keine Fliege mehr heraus kann". Eine "normale" Versorgung mit Trinkwasser, Essen und frischer Luft wird somit fast unmöglich gemacht.

Sollten die Bilder echt sein, dann zeigen sie eine weitere humanitäre Katastrophe in diesem Krieg.

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