Ein Smartphone wird vor einem Plakat in die Höhe gehalten auf einer Solidaritätskundgebung nach dem Tod von Iranerin Mahsa Amini, die in der vergangenen Woche im Iran in Polizeigewahrsam gestorben war. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Zensur

Internetsperre im Iran - jetzt nutzen die Leute DAS

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AUTOR/IN
Ramon Mebrahtu
SWR-Journalist und Redakteur Ramon Mebrahtu (Foto: DASDING)

Der Tod von Mahsa (Jina) Amini hat im Iran krasse Proteste ausgelöst. Nun wehren sich die Leute gegen die Zensur.

Twitter, Facebook und YouTube sind schon seit Jahren im Iran geblockt. Jetzt gehen auch Insta und WhatsApp nicht mehr. Das Mobilfunknetz hat die iranische Regierung auch seit Tagen gesperrt. Dadurch will die Regierung offenbar verhindern, dass sich die Menschen vor Ort vernetzen und die Proteste noch größer werden.

⚠️ Confirmed: Mobile internet has been disrupted in #Iran for a third time; live metrics show a nation-scale loss of connectivity on leading cellular operator MCI (First) amid protests over the death of #MahsaAmini 📊 Live Feed: https://t.co/nrj1jLGe9K 📰 https://t.co/8cCHIJAADQ https://t.co/ReUloXle9m

Was tun die Leute dagegen?

Um trotz der Sperren an die Online-Dienste zu kommen, nutzen die Iraner Browserweiterung wie zum Beispiel "Snowflake". Damit können sie so tun, als ob sie sich in einem anderen Land befinden und alle Services nutzen.

Die iranische Regierung hat aber nicht nur Dienste abgestellt, sondern das Internet auch stark verlangsamt. Das macht es den Aktivisten vor Ort schwer, Videos zu sharen.

Was hat die Proteste ausgelöst?

Die Kurdin Mahsa (Jina) Amini wurde von der Sittenpolizei festgenommen, weil sie angeblich ihren Hijab nicht richtig getragen haben soll. Einige Tage nach ihrer Haft, starb sie schwer verletzt in einem iranischen Krankenhaus. Die Polizei bestreitet, etwas damit zu tun zu haben.

Ihr Tod hat auch in Deutschland Proteste ausgelöst:

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