Auf diesem Foto sind brennende Gegenstände und Protestanten zu sehen. Die Proteste richten sich gegen das Regime, nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini in Haft (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Uncredited)

Iran

"Feind Gottes": Erster Demonstrant zum Tode verurteilt

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Judith Bühler
Judith Bühler (Foto: )

Zum ersten Mal hat ein Revolutionsgericht im Iran einen Teilnehmer an den Protesten im Land zum Tode verurteilt.

Die Begründung des Gerichts: Der Mann habe die öffentliche Ordnung gestört und die nationale Sicherheit bedroht. Außerdem sei er ein "Feind Gottes". Das zählt im Iran zu den schlimmsten Verbrechen, für die man verurteilt werden kann. Dass es zur Todesstrafe kommen könnte, hatte sich schon vor einer Woche abgezeichnet. Da hatte eine Mehrheit des Parlaments erklärt, dass die Proteste als eine Art von "Krieg gegen Gott" gesehen werden - wofür es die Todesstrafe gibt.

Gefängnis für weitere Demonstranten

Andere Teilnehmer, die bei den Protesten mitgemacht haben, wurden jetzt zu Haftstrafen verurteilt. Bis zu zehn Jahre lang sollen sie ins Gefängnis. Gegen die Urteile könnten die Verurteilten noch Berufung einlegen.

Warum gibt es die Proteste?

Die Proteste im Iran gegen die Machthaber hatten begonnen, nachdem die 22 Jahre alte Mahsa Amini im September gestorben war. Sie war zuvor von der Polizei festgenommen worden, die die staatlichen Kleider-Regeln überwacht und erzwingen soll. Der Vorwurf der bei Mahsa Amini: Sie habe ihr Kopftuch nicht ordnungsgemäß getragen. Bei den darauf folgenden Protesten sind bereits Hunderte Menschen gestorben. Menschenrechtler schätzen, dass bisher fast 15.000 Demonstranten festgenommen worden sind. Angeklagt sein sollen 1.000 Menschen.

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