Migranten halten Transparente mit der Bitte um Hilfe an Deck des unter norwegischer Flagge fahrenden Schiffes «Geo Barents», das von «Ärzte ohne Grenzen» betrieben wird, im Hafen von Catania (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Salvatore Cavalli)

Migration

So geht Italien jetzt mit Flüchtenden um

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Isabel Gebhardt
Isabel GebhardtNEWSZONE-Team (Foto: DASDING)

Schiffe haben Hunderte Menschen bei der Flucht übers Mittelmeer gerettet. Aber nicht alle dürfen in Italien an Land.

Sie müssen auf den beiden Seenotrettungsschiffen bleiben, die zur Zeit im Hafen von Catania auf der italienischen Insel Sizilien liegen. Die italienische Regierung hat bisher nur erlaubt, dass Minderjährige und Menschen, die dringend einen Arzt brauchen, die Schiffe verlassen dürfen.

Menschen versuchen sich mit Sprung ins Wasser zu retten

Auf dem deutschen Rettungsschiff "Humanity 1" warten 35 Männer, wie es jetzt mit ihnen weitergeht. Auf dem Schiff "Geo Barents" sind noch mehr als 200 Menschen. Am Montag sprangen drei von ihnen ins Wasser, um zum Festland zu kommen. Sie konnten unverletzt gerettet werden.

Hier kannst du dir anschauen, was mit den beiden Schiffen passiert ist:

Italienische Regierung ist gegen Migration

In Italien gibt es seit Oktober eine neue Regierung. Die rechtsextreme Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte schon vor ihrer Wahl angekündigt, dass sie die Migration über das Mittelmeer sehr stark einschränken will. Jetzt sollen die beiden Schiffe den Hafen wieder verlassen und alle Migranten mitnehmen, die von den italienischen Behörden nicht als Notfall eingestuft wurden. Innenminister Matteo Piantedosi ist der Meinung, dass die Länder, unter deren Flagge die Rettungsschiffe fahren, für die Menschen an Bord verantwortlich sind.

Good News: Hier durften alle Migranten an Land

Vor Italien war in den letzten Tagen noch ein drittes Rettungsschiff unterwegs. Die "Rise Above" durfte am Dienstag in den Hafen von Reggio Calabria fahren. Laut der Hilfsorganisation Mission Lifeline durften alle 89 Menschen an Bord das Schiff verlassen und an Land gehen.

Mehr zur neuen Regierung von Italien gibts hier:

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