Kerzen für die Opfer der Amokfahrt in Trier: Ein Jahr danach ist das Motiv des Täters immer noch unklar. (Foto: IMAGO, IMAGO / Becker&Bredel)

Trier

Der Amoklauf: Das passierte vor einem Jahr

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AUTOR/IN
Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Vor einem Jahr ist ein Autofahrer durch die Fußgängerzone in Trier gerast. Sechs Menschen starben. Bis heute weiß niemand warum.

Es waren nur vier Minuten, die so viel Leid und Trauer in Trier ausgelöst haben: Am 1. Dezember 2020 um 13:46 Uhr raste ein Mann in einem Geländewagen durch die Fußgängerzone und versuchte so viele Menschen wie möglich umzufahren. Sechs Menschen sind dabei ums Leben gekommen - auch ein Säugling.

Hunderte Menschen seelisch und körperlich verletzt

Weitere Menschen wurden verletzt, Hunderte sind traumatisiert. Augenzeugen von damals sagten, in der Innenstadt herrschte das komplette Chaos.

Der Autofahrer blieb nach 850 Metern Fahrt stehen, stieg aus seinem Wagen und zündete sich eine Zigarette an. Das berichtet die Polizei. Er wurde festgenommen und sitzt seit dem im Gefängnis. Im August begann der Prozess gegen den 52-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor.

Täter hatte die Fahrt geplant

Was der Grund für seine Amokfahrt war, ist bis heute nicht geklärt. Die Polizei geht davon aus, dass er die Tat geplant hat - auch wenn der mutmaßliche Täter das bestreitet. Zu den restlichen Vorwürfen schweigt er.

Heute gibt es verschiedene Veranstaltungen, um an den Amoklauf zu erinnern.

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Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)