Evan Peters als Jeffrey Dahmer in einer Szene aus "Dahmer. Monster: The Jeffrey Dahmer Story". (Foto: dpa Bildfunk, Netflix)

True Crime

"Dahmer" auf Netflix: Heftige Kritik an der Serie

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Louis Leßmann
Louis Leßmann (Foto: DASDING)

Retraumatisierte Angehörige und Rassismus-Vorwürfe am Set. Der Netflix-Hit sorgt für einige Kontroversen.

Jeffrey Dahmer war ein Serienmörder, der zwischen 1978 und 1991 insgesamt 17 Männer und Jungen - darunter viele Schwarze aus der LGBTQ+-Community - getötet hat. Angehörige berichten jetzt, dass die aktuelle True-Crime-Erfolgsserie "Dahmer - Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer" auf Netflix sie retraumatisiert.

Rita Isbell ist die Schwester von Errol Lindsey, der von Dahmer ermordet wurde. Sie sagt, dass Netflix die Serie vorher nicht mit den Angehörigen abgestimmt hat. Sie wären nicht einmal über die Serie informiert worden. Finanziell wurden sie laut Isbell auch nicht entschädigt. Auch Rita Isbells Cousin Eric Perry äußerte sich dazu:

Ich möchte, dass die Menschen verstehen, dass es sich hier nicht nur um eine Geschichte oder historische Fakten handelt, sondern um das Leben echter Menschen.

Mitarbeiterin: Schlimme Zustände beim Dreh

"Dahmer" sorgte erneut für Diskussionen, als eine Produktionsassistentin sich zu den Dreharbeiten äußerte. Kim Alsup beschreibt die Zeit als "fürchterlich". Sie sei nur eine von zwei schwarzen Frauen am Set gewesen - ständig wäre sie aber mit dem Namen ihrer Kollegin angesprochen worden. Vor Ort hätte es zudem niemanden gegeben, an den sie sich mit ihren mentalen Problem hätte wenden können.

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