Flagge von Kamerun und die Regenborgenfahne: In Kamerun ist Homosexualität unter Strafe verboten.

Homosexualität

Frauenkuss: Outing der Präsidenten-Tochter in Kamerun?!

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Autor/in
Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz
Jonas Neugebauer
Autorenprofil Jonas Neugebauer

Homosexualität ist in Kamerun verboten. Die Tochter des Präsidenten hat jetzt ein Bild gepostet, für das sie richtig gefeiert wird.

Brenda Biya ist die Tochter des 91-jährigen Staatschefs aus Kamerun. Sie ist Rapperin und lebt in der Schweiz. Auf ihrem Insta-Account hat sie ein Kuss-Bild gepostet: Zu sehen ist die 26-Jährige mit dem brasilianischen Model Layyons Valença. Dazu schreibt Brenda: "Ich bin verrückt nach dir und ich will, dass es die Welt weiß."

Das sind die Reaktionen auf den Frauenkuss

Die LGBTQI+-Community in Kamerun feiert Brenda für diesen Post. Das sind die Gründe:

  • In Kamerun werden homosexuelle Handlungen hart bestraft.
  • Für gleichgeschlechtlichen Sex drohen mindestens sechs Monate und bis zu fünf Jahre Knast.
  • Einige homosexuelle Kameruner leben mittlerweile im Asyl in Europa.
  • Mehr als 20 Menschen sitzen laut dem Journalisten Boris Bertolt aktuell wegen ihrer Homosexualität in Kamerun im Gefängnis.

Der Journalist fordert, dass die Gefangenen alle frei gelassen werden. Sein Gegenvorschlag: Ansonsten sollte Präsidenten-Tochter Brenda in den Knast.

Kein Kommentar von "Daddy" Biya

Präsident Paul Biya hat nicht auf das Foto seiner Tochter reagiert. Er regiert Kamerun seit mehr als 40 Jahren wie ein Diktator. Ihm wird Korruption vorgeworfen, mit der er seiner Familie ein Luxus-Leben finanziert.

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