An die Fassade des Gebäudes in Souq Waqif Doha, der Hauptstadt von Katar, wird das Logo der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar 2022 projeziert. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/XinHua | Nikku)

Fußball

Korruption?! Wie kam die WM eigentlich nach Katar?

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Niklas Behrend
NEWSZONE-Redakteur Niklas Behrend (Foto: SWR, privat)

2010 verkündete Ex-FIFA-Präsident Sepp Blatter die Vergabe an den kleinen Wüstenstaat. Steckt Korruption dahinter?

Der Verdacht auf Korruption war direkt da. Auch weil sich Katar laut Prüfungsberichten der FIFA von allen elf Bewerbern am schlechtesten für die WM geeignet hat. Trotzdem setzte sich Katar in der finalen Abstimmung gegen die USA mit 14 zu 8 Stimmen durch.

Wer hat abgestimmt?

Das Gremium, das über die WM-Vergabe abgestimmt hat, war das sogenannte FIFA-Exekutivkomitee. In diesem saßen Fußballfunktionäre aus der ganzen Welt - zum Beispiel Franz Beckenbauer, der bis heute nicht verrät, für welches Land er gestimmt hat.

Das Geheimtreffen in Paris

Auch der ehemalige UEFA-Boss Michel Platini war Teil des Komitees. Dieser hat rückblickend zugegeben, für Katar gestimmt zu haben. Eine Woche vor der Abstimmung hatte er sich mit dem heutigen Staatsoberhaupt von Katar Tamim bin Hamad getroffen. Und zwar im Elysée-Palast in Paris. Mit dabei war auch der damalige französische Präsident Nicolas Sarkozy. Nach der Sitzung soll Platini bereit gewesen sein, sich bei der FIFA für Katar einzusetzen. Im Gegenzug sollte Katar Paris Saint-Germain übernehmen. Französische Baufirmen sollen anschließend die Aufträge für den Bau der WM-Stadien bekommen haben. Platini weist die Vorwürfe bis heute zurück.

Bestechung in Afrika

Die Whistleblowerin Phaedra Almajid aus Katar berichtete über Bestechungsgelder an Mitglieder des Exekutivkomitees. Sie war früher Mitarbeiterin der Pressestelle von Katars WM-Bewerbung. Sie sagte, dass sie sich zusammen mit Kollegen in Angola mit Mitgliedern des Komitees getroffen habe. Bei diesem Treffen soll den Mitgliedern nacheinander Geld angeboten worden sein. Im Gegenzug sollten sie für Katar stimmen:

Einige FIFA-Funktionäre verurteilt

Auch Mitglieder des Komitees aus Südamerika sollen zweistellige Millionenbeträge für ihre Stimme für Katar kassiert haben. Insgesamt gab es Gerichtsverfahren gegen sieben FIFA-Funktionäre wegen Korruption, einige von ihnen wurden verurteilt.

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Die ARD - das sind zehn öffentlich-rechtlichen Rundfunksender in Deutschland zusammen. Dazu gehören zum Beispiel der SWR (Südwestrundfunk), der BR (Bayerische Rundfunk) und der WDR (Westdeutscher Rundfunk). Die ARD-Journalisten berichten in Radio, Fernsehen, Internet und über Social Media, was in ihrer Region oder auch weltweit passiert. Außerdem gibt es Redaktionen für spezielle Themen zum Beispiel die Politik in Deutschland oder Gerichtsentscheidungen in Karlsruhe oder Sendungen wie Tagesschau oder Sportschau.

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