Blutkonserven hängen an einem Ständer in der Produktionsstätte für Blutprodukte. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marcel Kusch)

Medizin

Darum gibt es immer weniger Blutkonserven

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AUTOR/IN
Ramon Mebrahtu
Zu sehen ist der SWR-Journalist und Redakteur Ramon Mebrahtu (Foto: DASDING)

Zu wenig Menschen spenden Blut. Mediziner befürchten, dass es bald nicht genug Reserven in Blutbanken geben wird.

Das liegt daran, dass die Generation der Baby-Boomer jetzt ins Rentenalter kommt und langsam nicht mehr spenden kann. Das erklärt Hermann Eichler, Professor und Direktor der Uniklinik des Saarlandes. Als Baby-Boomer werden die Menschen bezeichnet, die in den Jahren von 1955 bis 1969 geboren sind.

Was ist mit den jüngeren Generationen?

Der Mediziner sagt, dass es zu wenig junge Spender gibt, die das ausgleichen könnten. Deshalb ist die Blutversorgungslage kritisch. Das ist laut Eichler aber nicht nur wegen Corona so - es ist ein generelles Problem.

Wenn man nichts dagegen unternimmt, könnte es sein, dass man medizinische Standards künftig nicht mehr einhalten kann.

Wie kann man das verhindern?

Eine kurzfristige Aktion wird das nicht ändern, so Eichler. Deshalb nütze es auch nicht, einen Spendenaufruf zu starten, zu dem 100 Leute kommen. Der Mediziner sagt: "Wir müssen dafür sorgen, dass der Anteil der Menschen, die regelmäßig spenden, steigt".

Damit mehr Menschen Blut spenden, hat sich das Deutsche Rote Kreuz etwas einfallen lassen:

Heilbronn Blutspenden für freien Eintritt im Freizeitpark?!

In Cleebronn findet die größte Blutspendenaktion Deutschlands statt - die Blutkonserven sind gerade knapp.  mehr...

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