Ein Ermittler eines internationalen Forensik-Teams trägt eine Weste mit der Aufschrift «War Crimes Prosecutor» («Ankläger für Kriegsverbrechen») und beginnt damit, neben Leichen aus einem Massengrab hinter der Kirche St. Andreas Beweise für Kriegsverbrechen zu sammeln. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Carol Guzy)

Russland-Ukraine-Krieg

Erster Kriegsverbrecher-Prozess in Kyjiw!

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Im Krieg ist nicht alles erlaubt: Ein Mann muss sich für den Tod eines 62-Jährigen verantworten.

Es ist der erste Kriegsverbrechen-Prozess seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der Angeklagte ist ein russischer Soldat, der am 28. Februar gemeinsam mit anderen russischen Soldaten in einem gestohlenen Auto im Nordosten der Ukraine gefahren sein soll. Auf dem Weg sollen sie einen Mann gesehen haben, der auf dem Bürgersteig ging und telefonierte.

Opfer ist gestorben

Jemand im Auto soll dem Angeklagten befohlen haben, den Mann zu töten. Der 21-Jährige habe daraufhin seine Kalaschnikow durch das offene Fenster des Autos abgefeuert und den Kopf des Opfers getroffen. Der Mann ist in der Nähe seines Hauses sofort gestorben.

Das war noch nicht alles!

Es ist der Erste von vielen möglichen Kriegsverbrechen-Prozessen. Die Generalstaatsanwaltschaft untersucht nach eigenen Angaben mehr als 10.700 potenzielle Kriegsverbrechen mit mehr als 600 Verdächtigen, darunter russische Soldaten und Vertreter der Regierung. 41 dieser Fälle könnten bald vor Gericht landen. Das hat die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa angekündigt.

Bundeskanzler Olaf Scholz und der russische Präsident Wladimir Putin haben telefoniert. Wie das Gespräch lief, kannst du hier nachlesen:

Russland-Ukraine-Krieg So lief das Telefonat zwischen Scholz und Putin

Für den Bundeskanzler ist klar: Putin hat nicht verstanden, was es für einen Frieden braucht.  mehr...

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