Fans von RB Leipzig beim Champions-League-Spiel gegen Schachtar Donezk in Warschau. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Jan Woitas)

Fußball

Fans belästigt? RB Leipzig kritisiert Einlasskontrollen in Warschau

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Louis Leßmann
Louis Leßmann (Foto: DASDING)

Schwere Vorwürfe: Haben sich die Polizei und der Ordnungsdienst im Warschauer Stadion übergriffig verhalten?

Vor dem Champions-League-Gruppenspiel gegen Schachtar Donezk soll vor allem die Polizei bei den Einlasskontrollen am Gästeblock unverhältnismäßige Methoden angewendet haben. In einem Statement von RB Leipzig am Mittwoch heißt es, dass die Polizei Fans mit einer Taschenlampe in die Unterwäsche geleuchtet hat. Betroffene haben der "Leipziger Volkszeitung" sogar berichtet, dass die Polizei bei der Suche nach illegalen Gegenständen auch in den Intimbereich gegriffen hat - alles komplett öffentlich und ohne Sichtschutz.

Im Stadion in Warschau kam es heute zu unverhältnismäßigen Einlasskontrollen unserer Fans vor dem Gästeblock. Wir verurteilten diese Form der Kontrollen und haben bereits bei der UEFA eine Beschwerde über das aus unserer Sicht zu harte Einlassprozedere eingelegt.

Das sagt ein Sportanwalt

Martin Stopper ist Sportanwalt in München - zu seinen Klienten gehören unter anderem der DFB und der FC Bayern München. Er sagt dem SWR, dass es für besondere Maßnahme wie das Entkleiden der Fans eine konkrete Gefahrenlage geben müsste. Das sei aber bei einem Stadionbesuch so gut wie nie gegeben. Stopper sagt weiter, dass es "grundsätzlich immer unzulässig" ist, wenn Sicherheitspersonal oder Polizei den Intimbereich der Fans mit den Händen untersuchen.

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