Schild, auf dem "Psychiater" steht (Foto: IMAGO, IMAGO / Roland Mühlanger)

Verbrechen

Messerangriff Ludwigshafen: Täter muss in Psychiatrie bleiben

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Alina Surawicz
Portraitfoto von Alina Surawicz (Foto: DNA Creative Collective / Niko Neithardt)
Max Stokburger
Max Stokburger  (Foto: SWR DASDING)

Bei dem Angriff im Oktober 2022 sind zwei Menschen gestorben. Inzwischen steht ein Urteil fest.

Er sei schuldunfähig, wie das Landgericht Frankenthal entschieden hat. Das liegt laut einem Gutachter des Landgerichts daran, dass der Mann aus Somalia an einer paranoiden Schizophrenie erkrankt ist. Demnach leidet er unter Wahnvorstellungen, die sein Handeln beeinflussen. So höre er beispielsweise Stimmen und fühle sich verfolgt. Deswegen werde er freigesprochen, "auch wenn das für viele schmerzhaft ist", so die Richterin.

Was ist paranoide Schizophrenie?

Betroffene leiden zum Beispiel unter Verfolgungswahn. Paranoide Schizophrenie sei eine unheilbare Krankheit, deren Symptome sich aber bessern ließen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das im Gefängnis nicht möglich ist und hatte deshalb schon vor kurzer Zeit entschieden, dass der Mann statt dem Gefängnis in eine Psychiatrie soll.

Messerattacke Ludwigshafen: Was genau ist passiert?

Der Mann hat drei Menschen mit einem Messer attackiert. Zwei davon sind gestorben, einer wurde schwer verletzt. Als er nach der Tat fliehen wollte, wurde er von der Polizei angeschossen und schwer verletzt. Die Tatwaffe - ein Küchenmesser - wurde in einer Drogerie gefunden. Dort stellte die Polizei den Mann.

Mehr Infos über die Messerattacke in Ludwigshafen-Oggersheim findest du hier:

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