Psilocybin-Pilze im Close Up (Foto: IMAGO, YAY Images)

Mentale Gesundheit

So können Magic Mushrooms gegen Depressionen helfen

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Aslı Kaymaz
Asli Kaymaz (Foto: DASDING)
Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Es ist länger bekannt, dass manche Drogen gegen Depressionen helfen können. Eine größere Studie liefert neue Erkenntnisse.

Im "New England Journal of Medicine" wurden Ergebnisse einer größeren Studie veröffentlicht. 233 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit schweren Depressionen haben einmalig unterschiedliche Dosen des Wirkstoffs Psilocybin erhalten. Der Stoff, der in Magic Mushrooms enthalten ist, hat eine bewusstseinserweiternde Wirkung. Dem Gehirn wird dadurch ermöglicht, neue Verbindungen aufzubauen. Der "Trip" darf nur unter Aufsicht ablaufen.

Was sind die Ergebnisse?

Jede dritte Person aus der Gruppe mit der höchsten Dosis hatte bereits drei Wochen nach dem "Trip" deutlich weniger Symptome. Bei den Menschen, die kleinere Dosen bekommen haben, war die Behandlung nur bei acht bis neun Prozent erfolgreich.

Was für Nebenwirkungen gibt es?

Da der Stoff eine halluzinogene Wirkung hat, kann er bei labilen Menschen verschiedene Nebenwirkungen auslösen. Zu diesen gehören Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und suizidales Verhalten. Auch wenn die Ergebnisse nicht den gewünschten Durchbruch gebracht haben, zeigten sie dennoch, dass diese Art der Behandlung für einige an Depression erkrankte Personen eine Zukunft haben kann. Weitere Zulassungsstudien sind geplant.

Die Weiterführung der klinischen Prüfung ist definitiv gerechtfertigt.

Im Moment wird der Wirkstoff noch getestet. Ein Medikament könnte es erst in ein bis zwei Jahren geben. Auf keinen Fall solltest du versuchen, dich selbst mit Magic Mushrooms zu behandeln, weil die Dosierung extrem schwierig ist und es gefährlich werden kann.

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