WM-Stadion in Katar - es gibt neue Vorfürfe für Menschenrechtsverletzungen (Foto: DASDING, IMAGO / Kyodo News)

Fußball-WM

Vorwürfe: Zwangsarbeit in Katar - auch bei der FIFA

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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Erst Tote bei Bauarbeitern, jetzt Zwangsarbeit bei Security: Wieder Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen in Katar.

Vor der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es neue Hinweise auf unmenschliche Arbeitsbedingungen. Security-Mitarbeiter sollen bis zu 84 Stunden in der Woche gearbeitet haben. Über Monate und Jahre hatten sie keine freien Tage. Ihnen sollen Strafen angedroht worden sein, wenn sie nicht arbeiten. Das berichtet die Organisation für Menschenrechte "Amnesty International" und spricht von Zwangsarbeit.

Die Regierung in Katar hat angeblich davon gewusst und auch die FIFA ist nicht ganz unschuldig. Die Sicherheitsleute sollen auch bei FIFA-Veranstaltungen gearbeitet haben - bei der Klub-WM und beim Arab Cup 2021. Auch dort seien Wachmänner Zwangsarbeit ausgesetzt gewesen, sagt Amnesty.

Skrupellose Arbeitgeber

Die WM-Organisatoren haben die Vorwürfe gegen die Security-Firmen bestätigt und sie dem zuständigen Ministerium gemeldet. Die Regierung in Katar behauptet, sie ginge gegen solche "skrupellosen" Arbeitgeber vor. Amnesty bezweifelt das.

In Katar arbeiten sehr viele Menschen aus Afrika und Asien als sogenannte Arbeitsmigranten. Sie werden häufig ausgebeutet. Auf Baustellen sollen Tausende Arbeitsmigranten gestorben sein.

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