Am Familienministerium in Berlin weht neben der Europaflagge und Flagge der Bundesrepublik auch eine Regenbogenflagge. (Foto: IMAGO, IMAGO / Fotostand)

Mainz

CDU-Politiker provoziert mit Nazi-Vergleich

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Judith Bühler
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Mario Demuth
Mario Demuth (Foto: privat)

Der Vorwurf gegen ihn: ein Vergleich der 🏳️‍🌈-Community mit dem Nazi-Regime und Verharmlosung des Holocausts.

Kritisiert wird der Mainzer CDU-Vorsitzende Thomas Gerster.

Was ist passiert?

Angefangen hat alles mit einem anderem Tweet von Julian Reichelt, dem ehemaligen Bild-Chefredakteur. Dabei geht es darum, die Regenbogen-Flagge zu bestimmten Anlässen an offiziellen Gebäuden von Deutschland zu hissen.

Darunter kommentierte Gerster: "Man hat schon einmal schwarz-rot-gold durch andere Farben ersetzt. Auch damals war das Ziel die Durchsetzung einer eigenen Weltanschauung. Spoiler: Es ging nicht gut." Offensichtlich spielt der CDU-Politiker auf die Zeit des Nationalsozialismus an.

Kritik

Das wollen viele so nicht stehen lassen. So auch die Grünen in Mainz. In einem Pressestatement schreiben sie: "Die Mainzer Grünen werten diese Aussage als Verharmlosung des Holocaust und als eine Gleichsetzung von LGBTQIA* mit der faschistischen Naziregierung." Auch die SPD-Politikerin Sabine Sabine Bätzing-Lichtenthäler kritisiert Gersters Vergleich:

Was für ein wirrer, geschmackloser und fürchterlicher Vergleich 🏳️‍🌈 https://t.co/Z43fmvXzhB

Thomas Gerster meldet sich schließlich nochmal per Twitter - und rudert zurück: "Ich wollte nie LGBTQII mit Nazis gleichsetzen". Auch darunter gibt es weitere Kommentare mit Kritik.

Sollte ich mit meinem zugegeben überspitzten Kommentar zur #Beflaggung #Regenbogenflagge verletzt haben, tut es mir leid. Ich wollte nie LGBTQII mit Nazis gleichsetzen.Mir geht es darum, vor öffentlichen Gebäude nur Fahnen zu hissen, deren Definition dem Staat unterliegt.

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