Polizist vor Polizeiwache in München (Foto: IMAGO, aal.photo)

Studie

Sexualverbrechen werden kaum aufgeklärt

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Aslı Kaymaz
Asli Kaymaz (Foto: DASDING)

Eine Befragung des Bundesinnenministeriums und des Bundeskriminalamts hat dieses Ergebnis gezeigt. Warum ist das so?

Nur ein Prozent aller Sexualverbrechen werden bei der Polizei gemeldet, besagt die Studie. Das kann verschiedene Gründe haben:

Der Täter kommt aus dem privaten Umfeld

Wenn die Person zum engen Freundeskreis oder sogar zur Familie gehört, ist die Hemmschwelle besonders groß, zur Polizei zu gehen. Geht es bei den Opfern dann auch noch um Kinder und Jugendliche, kommt eine Sprachlosigkeit hinzu. Sie werden starr und können nicht in Worte fassen, was passiert.

Unangenehme Situation bei der Polizei

Besonders für Frauen können Befragungssituationen bedrohlich sein. Auch wenn Polizeibeamte inzwischen besser geschult sind, können Fragestellungen Unsicherheit bei den Opfern auslösen. Außerdem ist eine Anzeige erst ein Anfang. Darauf folgen anschließend Gerichtsprozesse. Bis zum ersten Termin können dabei zwei Jahre vergehen, in welchen die Opfer immer wieder der Situation gegenübergestellt werden und sich nicht von der Tat erholen können.

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