Oktoberfest München: Menschen feiern im Hofbräuzelt. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Andreas Gebert)

Oktoberfest

Shitstorm gegen Wiesn-Wirt wegen rassistischer Aussagen

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Renée Diehl
SWR-Redakteurin Renée Diehl (Foto: DASDING, Fabian Brosi)

Gleich zu Beginn des Münchner Oktoberfestes fiel Hofbräu-Wirt Günter Steinberg mit einigen Aussagen negativ auf.

In einem neuen Talk-Format zur Wiesn ging es nämlich um die Umbenennung des früheren Zeltes "Café Mohrenkopf". Steinberg gab zu dem Thema preis, dass "Political Correctness" ihn wenig interessiert. Er sagte, dass in seinem Zelt "Mohrenköpfe" schon seit Jahren eine Spezialität wären. Außerdem droppte er, dass er "jeden Tag 100 Mohrenköpfe verteile".

Warum die Aufregung?

Was viele besonders aufregte: Er betonte, dass er an dieser Stelle "bewusst Mohrenköpfe sagen" würde. Die mit ihm Anwesenden beim Talk wirkten amüsiert. Einer davon war der CSU-Politiker Martin Neumeyer, der von 2009 bis 2016 sogar der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung war.

Shitstorm auf Insta

Auf dem Instagram-Account des Hofbräuzelt wurde ein Video von der Talk-Runde gepostet. Nach einem heftigen Shitstorm verschwand der Beitrag wieder vom Channel. Auch ein offizielles Statement der Familie Steinberg wurde veröffentlicht:

Jegliche Form von Sexismus, Rassismus und Diskriminierung haben im Hofbräu-Zelt keinen Platz und werden in keiner Weise toleriert.

Jetzt wolle man das Video neu schneiden und nochmal veröffentlichen.

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